Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Frau Merkel vor vier Jahren [auf dem Römerberg] in Frankfurt aufgetreten war: die Besucher empfing ein schwarzer Wagen mit einer Mülltonne und der Aufschrift: „Rot-grün in die Tonne!“ Es wurde ein Video gezeigt, in dem Erika Steinbach darüber spekulierte, Gerhard Schröder sei wahrscheinlich zeugungsunfähig, sonst könnte er selbst Kinder zeugen und bräuchte keines zu adoptieren. Dann Merkels Rede: Datenschutz sei Täterschutz; man müsse endlich „durchregieren“ können; Steuern à la Kirchhof (der ja heute wieder rein zufällig bei der SZ auftauchte); Sozialstaat à la FDP. Das alles mit Eiseskälte in den regnerischen Frankfurter Abend hineingerufen, durch eine völlig überdimensionierte Lautsprecheranlage bis ins Kenntliche verzerrt. Während der Rede standen andere CDU-Politiker (Koch, Corts etc.) links und rechts von ihr aufgereiht, als könne man sie nicht alleine auf der Bühne stehen lassen? — Dieses Jahr ist anscheinend kein Auftritt in Frankfurt vorgesehen.
Zuerst veröffentlicht als Kommentar zu dem Beitrag von Rainer Kühn „Das dicke Buch des Wahlkampfes“ in der Freitag Community vom 20. August 2009.

Pingback: … und nun auch noch die soziale Pflegeversicherung … « schneeschmelze | texte