Diese Geschichte sagt auch etwas über den Stellenwert der Kultur: Als Google Bücher scannte, gab es darüber nur in Fachkreisen Aufregung. Bibliothekare, Wissenschaftler und sonstige Büchermenschen und Bildungsarbeiter sorgten sich um die Zukunft des Kulturguts Buch. Seitdem Google auf den Straßen unterwegs ist und Deutschland flächendeckend photographiert, wurden die Datenschützer und die Politiker darauf aufmerksam. Nun wurde auch außerhalb des Feuilletons darüber geschrieben. Aber erst seitdem Google beim Photographieren von Straßenzügen auch noch offene WLANs anzapft, ist es sogar bis zu den Nerds vorgedrungen, daß hier anscheinend etwas größeres vor sich geht. Aber was? Stellen wir uns einmal vor, Google würde die gesammelten Daten über eine offene Schnittstelle zum Abruf für jedermann anbieten – manch ein IT-lastiger Blogger käme ganz bestimmt darüber ins Träumen. Ein Lehrstück.
Jürgen Fenn
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- „… was auch Entschädigungsklagen … nach sich ziehen wird …“
- Politik als Sprungbrett
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- Und manchmal sprechen wir sogar vom Tod
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Alſo ſo doll regen ſich die Nerds gar nicht darüber auf, tatſächlich iſt teilweiſe ſogar das Gegenteil der Fall … und ich würde da durchaus zuſtimmen, man sollte nicht alles ſo heiß eſſen wie es gekocht wird. Sogar SpOn ſieht das inzwiſchen ſo.
Der Empfang der Datenpakete war halt für eine Kartographierung von W-LAN-Netzen rein techniſch gar nicht zu vermeiden, der Fehler den Google gemacht hat war halt, das dieſe Pakete nicht ſofort an Ort und Stelle vom Computer ausgewertet (und dann gleich darauf weggeſchmiſſen), ſondern geſpeichert wurden (um ſie dann zentral von einem Großrechner auswerten zu laſſen, an Rechenkapazität mangelt es Google ja nicht gerade). Das war falſch, aber nicht böswillig.
Was ich hingegen ſehr gut finde iſt, das Google dies offen zugegeben und nicht unter den Teppich gekehrt hat, davon können ſich andere eine große Scheibe abſchneiden … man denke nur an die E-Mail-Kommuniktion: Die läuft faſt vollſtändig unverſchlüſſelt über das Netz und kann damit prinzipiell leicht mitgeleſen werden … mich würde es doch ſehr wundern, wenn das etwa die NSA nicht nutzen würde. Aber die geben eher ſelten Berichte über ihre jüngſten Aktivitäten heraus …
Vielleicht hat dieſe ganze Sache alſo ſogar auch noch ihr Gutes, etwa wenn es die Leute dazu bringt, einmal bei ihren alten Geräten die Verſchlüſſelung für ihr W-LAN einzuſchalten oder ein ſicheres Paſswort zu wählen. Oder ſich GnuPG zu inſtallieren
.
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