Mein Umstieg von Delicious zu BibSonomy ist unproblematisch verlaufen. Leider ist das Firefox-Add-on zu BibSonomy kaum brauchbar, aber das fällt nicht ins Gewicht, weil man sich eine andere Lösung ausgedacht hat, die ebenso praktikabel ist. Der Dienst stellt mehrere Schaltflächen bereit, die man per Drag und Drop in die Lesezeichen-Symbolleiste von Firefox ablegen kann. Beim Anklicken werden die Daten zu der aktuell im Browser dargestellten Seite mithilfe von JavaScript in BibSonomy abgelegt. Eine kurze Charakterisierung des Inhalts wird dabei aus den Metadaten der Seite übernommen, falls diese vorhanden sind. Ansonsten kann man sie selbst ergänzen, wie auch die Tags zu dem Bookmark. Und: Ein ganz großes Lob an den Support, der auch vom 23. zum 24. Dezember innerhalb von 12 Stunden bereitstand.
Auch der Import von bibliographischen Daten aus dem Hebis-Portal (Button: „Senden an: BibSonomy“) funktioniert sehr schön. Gleiches gilt für den Import von BibTeX-Einträgen aus dem Rhein-Main-Portal der DigiBib, über den ich auch den OPAC unserer örtlichen Stadtbibliothek abfragen kann. Ein echter Pluspunkt von BibSonomy ist der Datenexport. So viele Formate wie BibSonomy beherrscht kein anderer Bookmarking-Dienst, allen voran BibTeX. Die Plattform zielt nicht auf das Massenpublikum. Sie wird von der Universität Kassel betrieben und hat deshalb die Bedürfnisse wissenschaftlicher Anwender besonders im Blick. Offene Lösungen behagen mir sowieso sehr viel mehr als proprietäre und kommerzielle Dienste. Deshalb bin ich mit der Entscheidung für BibSonomy derzeit sehr zufrieden.
Jürgen Fenn
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BibSonomy kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp! Obwohl Delicious ja anscheinend noch weiterleben wird, kann ich mir einen Umstieg in der Tat vorstellen.
Ich kann, wie gesagt, nur zuraten, zumal man über das Hebis-Portal ja auch Daten aus den Katalog der D-NB direkt übernehmen kann und aus BibSonomy heraus weiter exportieren und lokal verarbeiten kann.