Jürgen Fenn
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Archiv der Kategorie: Gedicht
Reinigende Regennacht
Jemand hat die Fenster aufgemacht und die Türen. Durchzug: Die Welt wird durchlüftet. Und Regen fällt, viel Regen. Nach einer Pause: noch mehr Regen. Als wäre da eine Welt-Waschanlage. Mitten in der Nacht: Gewitter im Sommer. Ich sitze am Schreibtisch, … Weiterlesen
Zum Licht
Es war wie ein Traum.Wie ein Wachsen zum Licht.Es gelang nur teilweise.Es war sehr traurig.Es ist vorbei, und es kann dochimmer weitergehen. Bearbeitete Notiz vom 11. April 2010.
Bestandsaufnahme, selbstgemacht
Ein Photo mit der Webcam. Das Licht ist so schlecht. Viel zu dunkel. Aus der Not eine Tugend machen: Schreibtischlampe volle Kanne von links. Die rechte Gesichtshälfte im Halbdunkel. Ja, das geht. Klick. Die Farben stimmen nicht: Alles gelb-braun. Also … Weiterlesen
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Aus gegebenem Anlaß
When forty winters shall besiege thy brow, And dig deep trenches in thy beauty’s field, Thy youth’s proud livery, so gaz’d on now, Will be a tatter’d weed, of small worth held; Then being ask’d where all thy beauty lies, … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Aelterwerden, Gedicht, Leseerfahrungen, Literatur, Zitat
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Ganz
Traum und Verstand sind nicht zu trennen. Wachen und Schlafen sind eins. Logik und Gefühl kommen ohne einander nicht aus. Ohne Dunkel fehlte dem Licht der Schatten und die Schärfe, die Klugheit von der Dummheit zu scheiden. Gleichzeitig veröffentlicht in … Weiterlesen
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Die große Fracht II
Ich träumte von der großen Fracht des Sommers, die verladen im Sonnenschiff schon liegt. Darunter auch der Tod. Im hellsten aller Päckchen. Leicht zu tragen. Voller Sonne, die zerstört, liegt es bereit für mich. Ich greif’ danach und nehm es … Weiterlesen
Regen im Juli
Regen setzt zaghaft ein, als traue er sich nicht zu fallen auf die trockenen Blätter und den trockenen Sand. Deshalb kommt er erst zur Nacht. „Deshalb“?
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Sonntag
Wilder Schneefall am Morgen, ein neuer Schriftsatz ans Gericht, Joggen zum Weiher, Duschen, und dann Mahler im Radio. Sonntag. Worauf hätte ich heute verzichten können?
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Warum ich den Nachrichten nicht glaube
Weil sie nicht wahrhaft sind. Weil sie nicht ganz sind. Weil sie mich nicht träumen machen. Aber auch nicht traurig. Weil sie immer häßlich sind und schlecht. Weil ich ihnen nicht trauen kann. Weil sie zuviel vom Tod handeln und … Weiterlesen
schneeschmelze
wenn der weiße schneeder alles bedeckt hatschmilzterscheint die welt wiederwie sie istnicht: wie sie war
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