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	<title>schneeschmelze &#124; texte</title>
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	<description>wenn der weiße schnee, der alles bedeckt hat, schmilzt, erscheint die welt wieder, wie sie ist, nicht: wie sie war</description>
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		<title>schneeschmelze &#124; texte</title>
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		<title>Eine Pause</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 11:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Bemerken Sie eigentlich, daß es Zeit ist, eine Pause zu nehmen?“ fragte Karsch.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7686&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Bemerken Sie eigentlich, daß es Zeit ist, eine Pause zu nehmen?“ fragte Karsch.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7686&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Als es anfing II</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 09:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[In der kalten Sonne ein Paddelboot, das ruhig seine Kreise zieht und dann wieder heimkehrt. Der Tisch gedeckt mit Krustenbibeln. Matschig und tiefrot in Salami getränkt. Niemand kennt den Weg zu der großen Bar, aber alle wollen ihn gehen. Was &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/23/als-es-anfing-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7683&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der kalten Sonne ein Paddelboot, das ruhig seine Kreise zieht und dann wieder heimkehrt. Der Tisch gedeckt mit Krustenbibeln. Matschig und tiefrot in Salami getränkt. Niemand kennt den Weg zu der großen Bar, aber alle wollen ihn gehen. Was kann man denn da machen? Die Brücke ist wackelig, und sie schwankt im Wind der blaubemoosten Lupinen. Wer es besser wüßte, würde er anders laufen als wir? Tanzen oder stolpern? Am Ende doch wieder schön, nicht wahr. Sehr schön. Aber was kann schon passieren, wenn man die Aufkleber mitnimmt? Wozu? Wenn man ankreuzt, was man für richtig hält? Und wer reitet schließlich mit der Schönen um das große blaue Haus herum, das am See steht, bevor der große Zug abfährt?</p>
<p><em><a href="https://albatros.antville.org/stories/2158469/">Zuerst</a> in: albatros|texte, 23.&nbsp;April 2013.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7683&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wikipedia am Scheideweg</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 13:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Benutzer Geitost hat auf seiner Benutzerseite den derzeitigen Zustand der Community in der deutschsprachigen Wikipedia recht gut auf den Punkt gebracht, wenn er schreibt: „Wikipedia am Scheideweg: Die Einen bleiben, die Anderen gingen bereits, die Dritten machen sich rar &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/17/wikipedia-am-scheideweg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7677&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Benutzer Geitost hat <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Geitost&amp;oldid=114911944">auf seiner Benutzerseite</a> den derzeitigen Zustand der Community in der deutschsprachigen Wikipedia recht gut auf den Punkt gebracht, wenn er schreibt:</p>
<blockquote><p>
<em>„Wikipedia am Scheideweg: Die Einen bleiben, die Anderen gingen bereits, die Dritten machen sich rar und immer mehr Pausen, weil sie die Lust verloren haben.“</em>
</p></blockquote>
<p>Ich meine vor allem, die Community zerfällt im Kern, siehe den Exodus der Admins: Seit vergangenem Jahr hat es gut 30&nbsp;Deadministrierungen aufgrund von Inaktivität oder wegen der Rückgabe der Rechte gegeben. Das waren etwa 10&nbsp;Prozent aller Admins in der deutschsprachigen Wikipedia überhaupt. Überlastung und Überforderung der Kerncommunity. Zunehmend härtere Auseinandersetzungen untereinander auf den Diskussionsseiten. An den Rändern tut sich dagegen kaum etwas, das bleibt ziemlich stabil. Die Gelegenheitsautoren fehlen nicht, weiterhin viele Edits von IPs auf meiner Beobachtungsliste. Aber die Arbeitsbedingungen im Kern sind schlechter geworden, und darum müßte man sich kümmern, denn das gefährdet die Qualität</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7677&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Als es anfing</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/16/als-es-anfing-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 23:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Man muß sich diese Schwelle als etwas Hügeliges vorstellen, das sich leicht erhebt, um dann gleich wieder sich abzusenken. Als einen Übergang in eine Enge hinein, dunkel und stickig. Draußen graue Wolken. Und Kaffeetassen zum Teetrinken. Kerzenlicht aus Projektoren fließt &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/16/als-es-anfing-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7675&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Man muß sich diese Schwelle als etwas Hügeliges vorstellen, das sich leicht erhebt, um dann gleich wieder sich abzusenken. Als einen Übergang in eine Enge hinein, dunkel und stickig. Draußen graue Wolken. Und Kaffeetassen zum Teetrinken. Kerzenlicht aus Projektoren fließt samtartig an den Wänden herab. Aufkleber und so. Als eine Enge, die sich dann wieder weitet am dritten Tag. Gut geerdet beginnt der Morgen mit einem Müsli aus Glasscherben und dem Blick auf den zugefrorenen See, vom Morgenwind bewegt, schlagen die Wellen gegen den Steg. Keine Reise zu weit, kein Weg zu holprig. Immer nur nehmen? Warum nicht, sagt die Schlange, die nichts zu geben hat. Der letzte Tisch ist sparsam gedeckt. Wenn Marie das gewußt hätte, hätte sie ganz bestimmt die Flamme für sich behalten. Ein Kartenhaus aus lauter Backsteinen errichtet, mitten im November, als der Frühling gerade einsetzte. Die kalte Sonne brennt auf die bewollte Haut, und der Sand weht überall hin, wo eben noch die Krokusse saßen und strickten. </p>
<p><em><a href="https://albatros.antville.org/stories/2157738/">Zuerst</a> in: albatros|texte, 16.&nbsp;April 2013.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7675&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Trends bei der Nutzung der Wikipedia-Sprachversionen</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/06/trends-bei-der-nutzung-der-wikipedia-sprachversionen/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 08:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wikipedia Signpost berichtet über Erik Zachtes neue Auswertung der Wikipedia-Statistiken. Interessierte und statistisch Kompetente mögen sich die Daten direkt anschauen. Für die deutschsprachige Wikipedia zeigt sich, so liest man, ein Rückgang der Nutzung im Vergleich zu den anderen Sprachversionen. &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/04/06/trends-bei-der-nutzung-der-wikipedia-sprachversionen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7666&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wikipedia Signpost <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/:en:Wikipedia:Wikipedia_Signpost/2013-04-01/Special_report">berichtet</a> über Erik Zachtes neue <a href="http://reportcard.wmflabs.org/">Auswertung</a> der Wikipedia-Statistiken. Interessierte und statistisch Kompetente mögen sich die <a href="http://stats.wikimedia.org/#fragment-14">Daten</a> direkt anschauen. </p>
<p><a href="http://stats.wikimedia.org/EN/ReportCardTopWikis.htm#lang_de">Für die deutschsprachige Wikipedia</a> zeigt sich, so liest man, ein Rückgang der Nutzung im Vergleich zu den anderen Sprachversionen. </p>
<p>Die deutschsprachige Wikipedia ist bei den Seitenabrufen aller Versionen von 7&nbsp;% (Alexa, Mai&nbsp;2011) auf 5,4&nbsp;% zurückgefallen und liegt nun nicht mehr direkt hinter der englischen Wikipedia, sondern hinter dieser, der spanischen und der japanischen (je 7&nbsp;%) sowie der russischen Wikipedia (6&nbsp;%), gefolgt von der französischen (4,2&nbsp;%). Auch der Anteil der englischen Wikipedia an den Seitenabrufen ist allerdings leicht rückläufig (von 53&nbsp;% im Jahr 2009 auf heute 47&nbsp;%).</p>
<p>In allen drei deutschsprachigen Ländern habe sich ein Trend weg von der deutschsprachigen Wikipedia, hin zur englischen gezeigt. Der Signpost betreibt etwas <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeesatz%23Lesen_im_Kaffeesatz_.28Kaffeedomantie.29">Kaffeesatzleserei</a>, was die Gründe für diesen Trend angeht, und mutmaßt, dies könne womöglich darauf zurückgehen, dass die Autoren der deutschsprachigen Wikipedia Themen der Popkultur eher reserviert gegenüberständen. In der Schweiz gebe es einen deutlichen Trend hin zur Nutzung der englischen, weg von der deutschen Wikipedia, zu einem geringeren Teil auch hin zur französischen Sprachversion. In Luxemburg sei die Abkehr von der deutschen Wikipedia zugunsten der englischen und der französischen deutlich gewesen. </p>
<p><em><a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Kurier&amp;diff=117164107&amp;oldid=117162885">Zuerst</a> im Wikipedia-Kurier, 6.&nbsp;April 2013.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7666&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wikinews – Bürgerjournalismus im Wiki?</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/31/wikinews-burgerjournalismus-im-wiki/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 08:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>
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		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Diskussion um die Schließung von Wikinews auf Meta-Wiki hat sich gestern User:Tempodivalse zu Wort gemeldet, der den mittlerweile geschlossenen Wikinews-Fork OpenGlobe betrieben hatte. Tempodivalse hat eine hintergründige Analyse zum Bürgerjournalismus im Allgemeinen und zu den Bedingungen, unter denen &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/31/wikinews-burgerjournalismus-im-wiki/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7638&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Diskussion um die Schließung von <a href="https://de.wikinews.org/wiki/Hauptseite">Wikinews</a> auf Meta-Wiki hat sich gestern <a href="https://meta.wikimedia.org/wiki/User:Tempodivalse">User:Tempodivalse</a> zu Wort gemeldet, der den mittlerweile geschlossenen Wikinews-Fork OpenGlobe betrieben hatte. Tempodivalse hat eine <a href="https://meta.wikimedia.org/wiki/Talk:Proposals_for_closing_projects#The_challenges_of_wiki_journalism">hintergründige Analyse</a> zum Bürgerjournalismus im Allgemeinen und zu den Bedingungen, unter denen Wikinews geschrieben wird, gegeben. Auszüge: </p>
<blockquote><p><em>„The fundamental question is, to what extent is the journalism model realistically workable through the wiki medium. … Wikinews is the odd man out. Journalism demands a perpetual flow of content. With paid journalists, there is no difficulty in satisfying this demand because that is their job. But what happens when you replace paid workers with volunteers who write in their free time? The content flow becomes inconsistent since there is no schedule that must be adhered to. You can&#8217;t fire volunteers for not contributing enough.| Picture a bowl with many small holes. If you pour water into the bowl at a fast enough rate, water will accumulate despite the leakage. But the moment the water flow stops, the bowl empties. The water, in this analogy, is content and usefulness; the bowl is the wiki. Wikinews has to struggle against this sieve every day. As a result, it has no chance of slowly evolving into a large, broad project like the other wikis, whose bowls are watertight. Instead, it can only hope to break even in the short-term. … I do not believe Wikinews is a failure. But it&#8217;s not a success, either, and I believe it is inherently unable to succeed. …  If you look at existing citjournalism websites (e.g. IndyMedia), you&#8217;ll notice that most, if not all, consist primarily of biased reports and/or tabloid-quality content. The contributors&#8217; main motivation is the ability to air their views in a prominent forum. Contrariwise, there is little to no incentive for people to write neutrally and professionally for free.“</em></p></blockquote>
<p>Ein angestellter Redakteur würde sicherlich für einen kontinuierlichen Strom an Nachrichten sorgen, es wäre aber fraglich, ob die Communities das wollten, fügt er noch hinzu.</p>
<p>Wikinews funktioniert wie Wikipedia: Ehrenamtliche Autoren schreiben und redigieren in ihrer Freizeit Texte, in diesem Fall nicht, wie in Wikipedia, über enzyklopädische Themen, sondern über Nachrichten im weitesten Sinne. Dabei sind sie, wie in Wikipedia, dem Prinzip des neutralen Standpunkts verpflichtet, und sie müssen die Quellen angeben, auf die sie sich stützen. Die deutschsprachige Wikinews <a href="http://stats.wikimedia.org/wikinews/EN/TablesWikipediaDE.htm">hat derzeit</a> vier Autoren, die mehr 100&nbsp;Bearbeitungen und 16, die mehr als fünf Bearbeitungen im Monat vornehmen. Sie veröffentlichen langfristig durchschnittlich zwei Artikel am Tag. Zum Vergleich: Die deutschsprachige Wikipedia <a href="http://stats.wikimedia.org/EN/TablesWikipediaDE.htm">hat</a> etwa 1000&nbsp;Autoren mit mehr als 100&nbsp;und etwa 7000&nbsp;Autoren mit mehr als fünf Bearbeitungen im Monat bei einem Output von gut 400&nbsp;Artikeln pro Tag. Wikinews hat einen Alexa-Traffic-Rank von 34595, während Wikipedia weltweit auf Rang&nbsp;6 liegt.</p>
<p>Die Frage, ob man Wikinews schließen sollte, ist nicht mit Ja oder Nein zu beantworten. Maßgeblich ist, ob die Wikinews-Community Reformen zugänglich wäre oder nicht. Die Gründe für die Probleme, an denen das Projekt leidet, sind vielfältig – um einige zu nennen: Alle kennen Wikipedia, kaum jemand kennt ihre Schwesterprojekte, von denen Wikinews eines ist. Fast alle verfügbaren Autoren wollen in Wikipedia Artikel über aktuelle Ereignisse schreiben, aber kaum jemand möchte das in Wikinews tun. Wikinews kann nicht wachsen wie Wikipedia, denn Nachrichten sind abgeschlossene Ereignisse, für jede muß ein eigener Artikel angelegt werden, während Wikipedia-Artikel weiter bearbeitet und ausgebaut werden können. Ältere Artikel aber werden kaum genutzt. So gerät die ehrenamtliche Arbeit, die in das Projekt einfließt, schnell aus dem Blick.</p>
<p>Nicht zuletzt ist Wikinews auch ein Opfer der Blogosphäre. Plattformen wie <a href="https://de.wikinews.org/wiki/Hauptseite">Wikinews</a>, <a href="http://de.indymedia.org/">indymedia</a>, <a href="http://net-news-global.org/">Net News Global</a> oder <a href="http://de.globalvoicesonline.org/">GlobalVoices</a> sind Nischenkanäle, von denen sich aber nur Wikinews ausschließlich an den Nachrichten-Mainstream anhängt. Es gibt kaum eigene Berichte („originäre Berichterstattung“) von Wikireportern, fast alles wird den großen Nachrichtenwebsites entnommen und unter Angabe der Quellen nacherzählt. </p>
<p>Vor allem aber sind Nachrichten kein knappes Gut. Zeitungen verkaufen sich auch deshalb immer schlechter, weil sie kaum exklusive Inhalte bieten. Die Informationsflut ist auch ein Grund, warum es immer weniger Bürger einsehen, noch Rundfunkgebühren für Tagesschau und heute zu zahlen, wenn ihnen die manipulativen Ergüsse der Nachrichten- und PR-Agenturen mit ihren Kampagnen und ihren Agenden ansonsten kostenlos hinterhergeworfen werden. Die wirklich wichtigen und interessanten Nachrichten erreichen uns heute über soziale Netzwerke und Blogs am schnellsten und am zuverlässigsten. Inhaltliche Korrekturen von Meldungen werden durch die leichte Verfügbarkeit unterschiedlicher Stimmen bewirkt, die nebeneinander in meinem Feedreader auftauchen. Die Angabe der ursprünglichen Quelle für eine Meldung dient daher in den meisten Fällen lediglich zur Prüfung der Inhalte bei Bedarf, wenn es wirklich einmal darauf ankommt. </p>
<p>Wirklich knapp sind dagegen Analysen. Der Erfolg von Wikipedia im aktuellen Bereich geht auch darauf zurück, daß Leser Zusammenhänge erklärt bekommen möchten. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Second_screen">Second screen</a> boomt, man googelt neben den Nachrichtensendungen direkt nach ergänzenden Informationen, und die bietet ein Projekt wie Wikinews gerade nicht, das von vornherein über den Inhalt der Quellen, auf das sich die dortigen Artikel stützen, nach den selbst gegebenen Regeln nicht hinausgehen darf. </p>
<p>Außerdem liest man heute Autoren. Das Wikiprinzip sorgt aber für anonyme Texte, deren Urheber nur über die Versionsgeschichte abrufbar sind. Daß eine laufende Berichterstattung zu allen denkbaren Themen am Zufallsprinzip bei der Erstellung und an der geringen Mitarbeiterbasis scheitert, ist nur <em>ein</em> Aspekt, der einer Verbesserung bedürfte. </p>
<p>Der deutschsprachigen Wikinews fehlt es vor allem an einem guten redaktionellen Konzept, und den Artikeln fehlt es an Hintergrund, am Erklären von Zusammenhängen und an kritischen Standpunkten. Das wäre auch mit wenigen, aber guten Autoren zu leisten und böte „einen Mehrwert“ für die Leser. Eine Nachrichten-Website, die das heute angesichts der meinungsstarken Blogs nicht mehr aufbietet, hätte aber tatsächlich keine Daseinsberechtigung mehr. </p>
<p>Wikinews wurde 2005 gegründet, und der Bürgerjournalismus wird mittlerweile durch <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/27/vom-echten-bloggen-iv/">die Blogger, durch die Blogosphäre</a> erledigt. Er braucht keine großen Portale mehr. Jeder kann innerhalb von Minuten ein eigenes Blog eröffnen und seine Meinung beitragen. Unter diesen Umständen muß sich auch ein großer Dampfer wie Wikimedia schon einiges einfallen lassen, um Autoren zur Mitarbeit auf einer kleinen Galeere wie Wikinews zu bewegen, die zudem im großen Ozean des Internets mangels Beachtung durch die Blog- und Nachrichtensuchmaschinen kaum sichtbar ist.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7638&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vom „echten Bloggen“ IV</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 08:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die depressiv gestimmten Ausführungen von Sascha Lobo zum Scheitern der Netzgemeinde angesichts der Einführung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger führen mich erneut zu meiner These vom „echten Bloggen“ zurück. Ich greife seine Aussagen zur Rolle der Blogs in Deutschland heraus. Lobo &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/27/vom-echten-bloggen-iv/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7626&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://saschalobo.com/2013/03/22/unsere-muetter-unsere-fehler/">depressiv gestimmten Ausführungen</a> von Sascha Lobo zum Scheitern der Netzgemeinde angesichts der Einführung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger führen mich erneut zu meiner <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2009/11/01/vom-echten-bloggen/">These vom „echten Bloggen“</a> zurück. Ich greife seine Aussagen zur Rolle der Blogs in Deutschland heraus. Lobo schreibt, daß</p>
<blockquote><p><em>„das wichtigste eigene Instrument der Netzgemeinde, das Blog, sich kaum weiterentwickelt hat, auf keiner Ebene. Weder wirtschaftlich, noch technisch, noch inhaltlich, noch von der Reichweite oder der medialen Wirkung her. Niemand hatte den Mut, groß zu spielen, alles ist Hobby geblieben. Wir bloggen halt so vor uns hin und hoffen heimlich, dass Schirrmacher anruft oder wenigstens die taz, um des Gefühls willen, auch außerhalb der Bloglandschaft eine Wirkung erzielt zu haben. Man bloggt und bloggt und keiner dankt’s einem.“</em></p></blockquote>
<p>Ist das so? </p>
<p>Der Blogosphäre fehlt es nicht an Leitfiguren, die sich anschicken, „groß zu denken“. Lobo ist eine davon. Think big. Manche haben sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/A-Blogger">A-Blogger</a> genannt. Und manche von ihnen träumen davon, mit dem Bloggen Geld verdienen zu können. So richtig viel Geld. Dann muß man tatsächlich auf den Anruf von Schirrmacher warten oder auf den Anruf von einem, der noch viel, viel größer ist als der. Wenn man das tut – das haben einige von ihnen mittlerweile auch schon am eigenen Leib erfahren –, muß man allerdings auch in dem Schirrmacherschen Biotop funktionieren. Unsere Konzernpresse ist, wie sie ist, weil das eben so ist. Es wird nicht geschrieben, wenn etwas passiert ist oder wenn der Autor Zeit und Lust hat, etwas zu schreiben, sondern weil ständig etwas publiziert werden muß, um wiederum ein attraktives Umfeld für die Werbung zu bieten. Erstaunlich, daß jeden Tag genau soviel passiert, wie in eine Zeitung paßt, sagte schon Karl Valentin dazu. Und online gilt das eben rund um die Uhr. Haben Schirrmachers oder Augsteins Blogger deshalb Gewicht in der Blogosphäre gewonnen? Eher nein. Eher ist das Gegenteil der Fall.</p>
<p>Was Lobo übersieht: Kommerzielle Blogs sind keine Blogs. Deshalb können sie auch keinen Einfluß haben. Im Gegenteil: Gerade mit der Kommerzialisierung benimmt sich ein Blogger seines Einflusses. Er macht sich gemein mit den „Professionellen“, die nach dem Brot gehen und ihren Werbekunden verpflichtet sind. So entstehen rasch Interessenkonflikte und Abhängigkeiten. Er verliert seine Glaubwürdigkeit. Das Blog degeneriert zur „Plattform“, zur Werbeplattform nämlich. Es wird zum „Format“, das befüllt werden muß, um ständig neue Leser zu ziehen – siehe oben. Die Kommerzialisierung ist keine Lösung, sie bringt nur Probleme mit sich.</p>
<p>Und: Das „echte Bloggen“, das freie Schreiben ist kein bloßes Hobby. Aus der Sicht des einzelnen liegt ihm ein echtes Publikationsbedürfnis zugrunde, aus politischer Sicht spielen Blogs eine wichtige Rolle für die Meinungsbildung und für die Verständigung der Gesellschaft über sich selbst. Diese Leistung wird immer nur von wenigen Intellektuellen erbracht und wirkt dann in die restliche Gesellschaft hinein. Blogger nehmen hieran teil. Das ist aber kein schlichtes Hobby mehr, sondern im besten Fall authentisches politisches Handeln. </p>
<p>Außerdem: Mit dem Bloggen ist keine konkrete „Wirkung“ verbunden. Man erhält keinen „Gegenwert“ für einzelne Blogposts, und die Leser von heute ziehen morgen schon woanders hin. So funktioniert das Netz mit seinen Knoten eben. Was „wirkt“, ist der Diskurs in der Blogosphäre insgesamt, von der man ein Teil ist. </p>
<p>Es ist richtig: Blogs haben sich in den letzten vier Jahren nicht sonderlich entwickelt. Aber das haben Wikis auch nicht. Das Potential für Blogger wie für andere regelmäßige Schreiber im Web ist ausgeschöpft, es liegt laut ARD-ZDF-Onlinestudie bei etwa zwei Prozent aller Online-Nutzer in Deutschland. Mehr geht nicht, und mehr muß ja auch gar nicht gehen. Die „echten Blogger“ waren immer unter sich, und sie werden es auch zukünftig sein. Schreiben ist ein Lebensmittel.</p>
<p>Daß angesichts dessen jemand in Depression verfallen oder ein Versagen konstatieren kann: Erstaunlich. Ich würde all dies auf jeden Fall wertschätzen und erhalten wollen. Ich sehe angesichts dessen keinen Anlaß zum Pessimismus, und erst recht keinen Bezug zur politischen Durchsetzung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7626&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>In einer anderen Liga</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 16:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich glaube nicht, daß die FAZ sich mit der Abmahnung von Klaus Graf sozusagen fahrlässig (Vollzitat bei Erbloggtes) „Sympathien bei Bloggern und in den Social Media aktiven Menschen verscherzt“ hat. Sie macht genau das, was sie sonst auch das ganze &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/24/in-einer-anderen-liga/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7615&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube nicht, daß die FAZ sich mit der Abmahnung von Klaus Graf <a href="http://archiv.twoday.net/stories/326207397/">sozusagen fahrlässig</a> (<a href="http://erbloggtes.wordpress.com/2013/03/22/klaus-graf-offener-brief-an-die-faz/">Vollzitat bei Erbloggtes</a>) „Sympathien bei Bloggern und in den Social Media aktiven Menschen verscherzt“ hat. Sie macht genau das, was sie sonst auch das ganze Jahr über tut: Sie setzt ihre rechte Agenda, zumal gut 200 Tage vor der Bundestagswahl. Und sie kümmert sich um ihr Geschäft, indem sie ihrer Klientel suggerieren möchte, daß Blogs etwas Schlechtes seien. Daß Blogger vor gar nichts zurückschreckten. Daß sie unseriös seien und was weiß ich, was sonst noch alles. </p>
<p>Die Abmahnung gegen Klaus Graf zielt auf alle kritischen Blogger. Sie ist Teil einer Kampagne, die schon seit langem läuft. Blogs verlören Leser. Blogs seien in eine Krise geraten, hieß es da zur letzten Jahreswende. Blogs seien wieder weniger interessant für die Leser geworden als die Zeitungen. Woher wissen die das eigentlich, die Zeitungen? Über aktuelle Ereignisse informiere ich mich seit langem zu gut 90&nbsp;Prozent aus Blogs. Und im übrigen lese ich ausländische Zeitungen wie den Guardian oder die Nachrichten des australischen Rundfunks, die bei dem, was sie schreiben, den nötigen Abstand zu den hiesigen Kampagnen haben. Kampagnen wie diese, zum Beispiel.</p>
<p>Es ist auch kein Zufall, daß hier ein Blogger angegangen wird, der sich vehement für wissenschaftliche Redlichkeit und gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverleger verwendet hat, das gerade von rot-grün im Bundesrat durchgewunken worden ist. Der große Auftritt der Opposition blieb aus. War ja klar: Man möchte es sich ja schließlich nicht mit der Journaillie verderben, gut 200 Tage vor der Bundestagswahl.</p>
<p>Diese Kampagne ist aber auch eine der letzten ihrer Art. Hier erleben wir noch einmal den großen Aufstand der großen Rechtsabteilung eines ganz großen Pressekonzerns, der es nötig hat, gegen einen Wissenschaftsblogger aufzutreten, der in einer ganz anderen Liga spielt, in einer ernstzunehmenden nämlich. Und darauf darf die Blogosphäre doch auch stolz sein. Blogger, die Roß und Reiter nennen, verteidigen die Meinungs- und Pressefreiheit gegen die politisch vermachtete Konzernpresse. Soweit ist es gekommen. </p>
<p>Das sind letzte Gefechte und peinliche Stellvertreterkriege. Klaus hat unsere Geduld anderweitig durchaus in Anspruch genommen, aber hier bin ich mit ihm solidarisch, denn was er damals geschrieben hatte, war harmlos und durchweg der kritischen Aufklärung verpflichtet, verglichen mit dem, was die FAZ tagtäglich unter dem Deckmantel der bürgerlichen Ideologie so in die Welt setzt.</p>
<p>Und in gut 200 Tagen ist Bundestagswahl. </p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7615&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Der kurze Brief vom langen Abschied von Wikiversity</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 10:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wikiversity wird derzeit von etwa einer Handvoll Professoren für den Hochschulunterricht aktiv genutzt, außerdem von wenigen Schullehrern. Als E-Learning-Plattform ist Wikiversity veraltet, weil Multimedia-Inhalte außerhalb von Commons und Applets nicht eingebunden werden können. Die Wikimedia Foundation stellt die hierzu erforderlichen &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/24/der-kurze-brief-vom-langen-abschied-von-wikiversity/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7607&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://de.wikiversity.org/wiki/Hauptseite">Wikiversity</a> wird derzeit von etwa einer Handvoll Professoren für den Hochschulunterricht aktiv genutzt, außerdem von wenigen Schullehrern. Als E-Learning-Plattform ist Wikiversity veraltet, weil Multimedia-Inhalte außerhalb von Commons und Applets nicht eingebunden werden können. Die Wikimedia Foundation stellt die hierzu erforderlichen Plugins und Extensions aus einer Reihe von Gründen nicht bereit. Hinzu kommt die allgemeine Entwicklung im E-Learning. Universitäten und engagierte Schulen betreiben heute ihre eigenen Plattformen. Wikiversity bietet heute fast ausschließlich Nischenfächern eine Plattform, und es ist nicht absehbar, daß ihre Bedeutung je noch einmal hierüber hinaus gehen könnte. </p>
<p>Der in der <a href="https://de.wikiversity.org/w/index.php?title=Wikiversity:Cafeteria&amp;oldid=352258#Campus_aufr.C3.A4umen">neueren Diskussion in der Wikiversity-Cafeteria</a> angedachte Rückbau der alten Strukturen, die im Jahr 2008 aufgebaut worden waren, wäre sehr aufwendig, während ein Nutzen genaugenommen aber nicht ersichtlich ist. Die heutigen Benutzer stört es nicht, daß der Rest des Wikis weitgehend tot und unnütz hier herumsteht, und neue Benutzer würden durch einen solchen Umbau nach Lage der Dinge ganz sicherlich nicht angezogen. Der Umbau wäre aber für die Administratoren mit sehr viel Arbeit verbunden. Das wäre nicht vertretbar. </p>
<p>Ich sehe deshalb meine Aufgabe als Pedell auf Wikiversity darin, die aktuelle Arbeit zu begleiten und das Wiki soweit wie nötig weiter zu pflegen. Ein Entwicklungspotential sehe ich nicht. Das <a href="https://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Aschmidt/Projekt:Wikiversity_wiederbeleben">Projekt:Wikiversity wiederbeleben</a> wird deshalb von mir mangels Erfolgsaussicht nicht mehr weiter verfolgt. Der letzte macht das Licht aus. Ich hielte es für erwägenswert, die deutschsprachige Wikiversity auf dem derzeitigen Stand einzufrieren.</p>
<p><em><a href="https://de.wikiversity.org/w/index.php?title=Wikiversity:Cafeteria&amp;diff=352258&amp;oldid=352216">Zuerst</a> in der Diskussion auf Wikiversity, 24.&nbsp;März 2013.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7607&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zur Abschaltung des Google Reader</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 19:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem Google gestern abend angekündigt hatte, seinen Google Reader – einige sagen: mangels Rendite, andere sagen: wegen Google+ – einzustellen, war das Jammern in der Netzgemeinde erst einmal groß. Als late adopter unterschätzt man leicht sowohl die Verbreitung solcher Dienste in &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/14/zur-abschaltung-des-google-reader/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7598&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Google gestern abend <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-macht-den-RSS-Dienst-Reader-dicht-1822669.html">angekündigt hatte</a>, seinen Google Reader – einige sagen: mangels Rendite, <a href="http://www.quora.com/Google-Reader-Shut-Down-March-2013/Why-is-Google-killing-Google-Reader/answer/Brian-Shih?srid=Ode&amp;share=1">andere sagen: wegen Google+</a> – einzustellen, war das Jammern in der Netzgemeinde erst einmal groß. Als <em>late adopter</em> unterschätzt man leicht sowohl die Verbreitung solcher Dienste in gewissen Kreisen als auch die geringe Leidensfähigkeit der Benutzer bei Änderungen. Ehrlich gesagt, verstehe ich die Aufregung nicht. Natürlich <em>gibt</em> es <a href="http://blog.karlshochschule.de/2013/03/14/4-wirklich-gute-alternativen-zum-google-reader/">Alternativen zu Google Reader</a>. Und RSS ist weiterhin das Transportmittel Nummer eins für den Fluß von Daten zwischen den Knoten im Web. Aber in der heutigen Debatte kommt wohl vor allem etwas über den derzeitigen Standort der Webgemeinde zum Ausdruck. Drei Punkte scheinen mir bedeutsam zu sein:</p>
<p>Zum einen ist es zu einer <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Reader-Einstellung-zerstoert-Vertrauen-in-Google-1822798.html">erheblichen Erschütterung des Glaubens an die Datenkrake Google</a> gekommen. Der Glaube an die ewige Verfügbarkeit des weißen Online-Riesen, der nicht Böses tue, zumindest ist er stark angeschlagen, und das ist gut so. Android hat sich damit größtenteils erledigt. Die nächsten großen mobilen Plattformen kommen wohl von Microsoft und Firefox. Apples Marktanteil im mobilen Segment dürfte allerdings bis auf weiteres ausgeschöpft sein. <a href="https://twitter.com/Morgenland/status/312136095385141248">Da entsteht ein kompletter Markt vollkommen neu</a>, und zwar, wie es scheint, über RSS hinaus. Es ist Zeit für frischen Wind. Der Muff von tausend Google-Jahren hat lange genug das Netz erfüllt. Am Ende hat Google selbst die Fenster geöffnet und endlich frische Luft hereingelassen. </p>
<p>Ein erheblicher Teil der Diskussion hat diesen Übergang, der nicht erst in weiter Ferne, sondern schon in drei Monaten bevorsteht, als einen Wechsel von der Technik RSS hin zu sozialen Plattformen beschrieben, am tiefgründigsten ganz sicherlich <a href="http://fm4.orf.at/stories/1714377/">Günter Hack beim ORF</a> und etwas knapper und glatter <a href="http://www.roughtype.com/?p=3077">auch Nicholas Carr</a>. Während Hack mit spitzer Feder nach Alternativen zu den proprietären <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/02/20/diffuse-daten/">Big-Data-Diensten</a> sucht und Szenarien beschreibt, die auf eine selbstbestimmte und freie Nutzung der Inhalte hinauslaufen, ist es für den Kulturpessimisten Carr eine ausgemachte Sache, daß RSS an den Rand gedrängt werde von den großen „Plattformen“. Es werde wohl überdauern, aber „die Plattform“ stehe nun im Mittelpunkt. Das ist aber falsch. Soziale Netzwerke waren niemals ein Ersatz für RSS. Indem sie Filterblasen und Empfehlungswolken erzeugen, eignen sie sich nicht als Reader. Nur der Reader zeigt mir direkt, was tatsächlich auf diversen Diensten, die ich verfolge, verbreitet wird. Er ist vollständig durchsuchbar und damit für mich auch wesentlich interessanter als etwa eine Nachrichtensuchmaschine wie Google News, die nur eine Auswahl nach undurchschaubaren Kriterien bietet. Immerhin rückt so noch einmal in den Mittelpunkt, daß es überhaupt an freien Plattformen fehlt, nicht nur für RSS-Dienste, sondern auch bei den sozialen Netzwerken. Warum eigentlich? </p>
<p>Schließlich liegt dem ganzen Jammern um die Abschaltung von Google Reader ein Mißverständnis über ein Phänomen zugrunde, das seit ein paar Jahren in den Schlagzeilen ist: Die „Cloud“. Wir sind die erste Generation, die mit Wikipedia ihre Enzyklopädie seit gut zehn Jahren schon in die Cloud verlegt hat. Und auch „Nachrichten“ findet man natürlich erst einmal dort. Man ist sich aber wohl des grundlegenden Unterschieds zwischen Cloud- und lokalen Lösungen nicht mehr hinreichend bewußt. Die Cloud ist unsicher. Nur mein lokales System steht mir tatsächlich zur Verfügung und wird von mir gestaltet und befüllt. Alles weitere da draußen kann jederzeit verschwinden, seien es Inhalte oder Dienste, auch so große wie Google selbst – das ist nicht nur ein Traum von Datenschützern, sondern Wirklichkeit. Die Bibliotheken, die seit ein paar Jahren nur noch E-Books und Zeitschriften online abonnieren, werden das wahrscheinlich bald schon bemerken. Die E-Mail-Adresse fürs ganze Leben von der E-Post gab es nicht lange, und wie lang sich De-Mail halten wird, die bestimmte Rechenzentren voraussetzt, muß man auch erstmal abwarten. Bis dahin dürfte sich das auch von selbst erledigt haben. Wer ernsthaft meint, man könne auf solche Lösungen bauen, täuscht sich eben. Die VZ-Netzwerke, von Millionen jahrelang genutzt – wo sind sie gleich geblieben? Je mehr Dienste von der Bildfläche verschwinden, desto wackeliger und damit uninteressanter werden Clouds für die Anwender. Der Feedreader wird ein Revival erleben, und auch der E-Mail-Client ist noch nicht ganz tot. Überhaupt: Der E-Mail-Verteiler bzw. die Mailingliste (vielleicht nicht gerade als Google-Group). Das selbstgehostete Blog dürfte demnächst bei einigen wieder auf der To-do-Liste stehen.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7598&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der mit dem Bus fährt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 02:18:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das nenne ich Öffentlichkeitsarbeit. Weltweit auf Platz eins der Nachrichten, obwohl sich die Organisation ebenfalls weltweit auf dem absteigenden Ast befindet. „2000 Jahre Erfahrung im Eventmanagement. Das macht sich bezahlt.“ Noch nicht einmal in Südamerika kann man mehr ohne weiteres &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/14/der-mit-dem-bus-fahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7594&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das nenne ich Öffentlichkeitsarbeit. Weltweit auf Platz eins der Nachrichten, obwohl sich die Organisation ebenfalls weltweit auf dem absteigenden Ast befindet. „<a href="https://twitter.com/jusupi/status/311904081113403392">2000 Jahre Erfahrung im Eventmanagement. Das macht sich bezahlt</a>.“ Noch <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/mar/13/jorge-bergoglio-selection-pope-church-shift">nicht einmal in Südamerika</a> kann man mehr ohne weiteres davon ausgehen, daß man es überwiegend mit Katholiken zu tun habe. Überraschung: „<a href="https://twitter.com/jusupi/status/311904081113403392">Es ist ein Junge!</a>“ Und von den Schattenseiten <a href="http://www.claudiakilian.de/menschlichkeit">schreibt wieder nur die Sammelmappe</a>, denn wo viel Licht ist, ist eben auch viel Schatten. Ist es möglich: Er „<a href="http://opalkatze.wordpress.com/2013/03/13/franziskus-i-du-lieber-himmel/">fährt sogar mit dem Bus</a>“. Und auch während der Diktatur <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Franziskus_(Papst)&amp;oldid=115375223">stand er auf der falschen Seite</a> – heißt es. Oder auf der richtigen, wenn man seinen Aufstieg als Erfolg beschreiben wollte. Auch die taz versagt: Er wirke „<a href="http://taz.de/Papst-Franziskus/!112812/">wie ein Landpfarrer</a>“, schreiben sie. Jubelt Ihr nur. „Buona sera“, hat er gesagt. Mich friert es bei soviel Strickjacke heut abend vor Gemütlichkeit.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7594&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wutbürger to go</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 10:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Michal hat sich bei Carta gefragt, warum die neueren sozialen Bewegungen so kurzatmig sind. Er hat acht Gründe ausgemacht, die einer längeren Formierung des Protests entgegenstehen, und meint zum Ende: „Die älteren, stabileren Protestbewegungen positionierten sich stärker (und optimistischer) &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/11/wutburger-to-go/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7591&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Michal hat sich bei Carta <a href="http://carta.info/55298/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig/">gefragt</a>, warum die neueren sozialen Bewegungen so kurzatmig sind. Er hat acht Gründe ausgemacht, die einer längeren Formierung des Protests entgegenstehen, und meint zum Ende: <em>„Die älteren, stabileren Protestbewegungen positionierten sich stärker (und optimistischer) als Gegenmodelle bzw. alternative Lebensformen, während die kurzatmigen Empörungsbewegungen von heute nur ihre momentane Unzufriedenheit ‚ausleben‘ und sich weniger über langfristige Gesellschaftsentwürfe definieren. Ohne solche Gegenentwürfe fehlt den Empörten aber der Haltegriff …, der sie davor bewahrt, mit der nächsten Empörungswelle ins Meer der Gleichgültigkeit zurückgerissen zu werden.“</em></p>
<p>Volle Zustimmung. Aber grundlegend scheint mir doch zu sein, daß „die Empörten“ gar keine längere Dauer ihrer Bewegungen haben möchten. Ich glaube, das Interesse an größeren Gesellschaftsentwürfen hat insgesamt abgenommen, man fühlt sich ganz wohl damit, wieder auseinanderzugehen, wenn die Kampagne vorbei ist. Es gibt auch kein gemeinsames Lebensgefühl zwischen den „Wutbürgern“: Jeder kann sich dem anschließen, von den Linken bis zu den evangelischen Posaunenchören haben sie vor dem Stuttgarter Bahnhof demonstriert. So eine Allianz ist von vornherein rein sachbezogen und hat notwendigerweise weder ein gemeinsames Milieu zur Grundlage noch eine gemeinsame Zukunft vor sich. Was bleibt, ist aber die Haltung, etwas gemeinsames tun zu können und das Know-how darum, bei nächster Gelegenheit wieder so eine bunte Truppe zusammenzutrommeln. Das ist ja für sich genommen auch nicht ohne. Vor allem ist es politisch schwerer zu berechnen. Gefällt mir eigentlich ganz gut. Wenn auch die Revolution auf diese Weise (auch) nicht zustandekommen wird.&nbsp;;)</p>
<p>Ich stimme in vielem zu, glaube aber trotzdem, der wichtigste Punkt ist, daß man politische Bewegungen weder anleiten noch planen oder sonst gestalten kann. Sie bilden sich konkret – oder eben nicht. Ich schaue derzeit mehr auf das Gute. Aus den alten politischen und gesellschaftlichen Institutionen Parteien, NGOs, Gewerkschaften, Kirchen usw. gehen überhaupt keine konstruktiven Impulse mehr hervor. Die sind mausetot. Ich bin bescheiden, und ich bin, ehrlich gesagt, froh, daß sich überhaupt noch etwas von unten tut. Diese Ansätze sind ebenfalls – im besten Sinne – bescheiden: Keine großen Entwürfe, und shitstorm-tauglich müssen sie sein. Mehr geht bis auf weiteres nicht. Früher war die Linke gespalten, heute ist die Gesellschaft insgesamt zersplittert, einschließlich der bürgerlichen Lager und der Konservativen. Deshalb ist ja auch die Idee, es könne noch so etwas wie eine „Volkspartei“  oder eine „Einheitsgewerkschaft“ geben, antiquiert und absurd. Mit anderen Worten: Wenn soziale Bewegungen sich auf ein bestimmtes Thema beschränken und relativ zügig wieder zerfallen, liegt das m.E. daran, daß eine Basis, die länger tragfähig wäre, fehlt. Beratung kann das nicht ändern, denn sie kann die Basis nicht verändern. Ich glaube auch nicht, daß die heutigen Bewegungen völlig folgenlos bleiben oder daß die früheren schlagkräftiger gewesen wären. Vergleich: Stuttgart21 vs. Wackersdorf. Lag es an den Demonstranten, daß Wackersdorf nicht zustandekam? Damals kam vieles zusammen, die Demos waren auch damals nur ein Teil des ganzen. Auch wenn das alte Lagerfeuer heute immer noch wärmt, sollte man nicht fordern, daß politischer Protest heute so wie früher funktionieren könnte. </p>
<p><em>Kommentar<a href="http://carta.info/55298/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig/#comment-38324">[1]</a><a href="http://carta.info/55298/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig/#comment-38341">[2]</a> bei: Carta.info. 11.&nbsp;März 2013.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7591&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Alles bio</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 23:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseerfahrungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen die Käufer[1] kann man nichts machen. Aber gegen die Gekauften. Die Mischung ist überall vorhanden, gedruckt wie digital. Die Geschäftemacher mischen sich gnadenlos mit den Gleichgültigen und mit den guten Hirten. Wen man liest, ist letztlich das Ergebnis eines &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/08/alles-bio/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7587&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen die Käufer<a href="http://www.newsaktuell.de/blog/2013/02/14/hilfe-die-blogger-kommen/">[1]</a> kann man nichts machen. Aber gegen die Gekauften. Die Mischung ist überall vorhanden, gedruckt wie digital. Die Geschäftemacher mischen sich gnadenlos mit den Gleichgültigen und mit den guten Hirten. Wen man liest, ist letztlich das Ergebnis eines Lernvorgangs. Unglaubwürdige Quellen verfolgt man nicht weiter. Auch hier ist eine Auswahl angesagt. Alles bio.</p>
<p><em>Mit Dank an&nbsp;V. für den Link.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7587&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ponader geht</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 01:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buergerliche_Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsicherungsrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Johannes Ponader hat eine Meldung von Spiegel online auf Nachfrage bestätig, daß er sich im übernächsten Monat nicht mehr für das Amt des politischen Geschäftsführers der Piratenpartei bewerben werde. Die innerparteilichen Querelen sind eine Sache. An denen wird er wahrscheinlich &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/07/ponader-geht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7584&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Johannes Ponader hat eine Meldung von Spiegel online <a href="https://twitter.com/JohannesPonader/status/309444332052688896">auf Nachfrage bestätig</a>, daß er sich im übernächsten Monat nicht mehr für das Amt des politischen Geschäftsführers der Piratenpartei bewerben werde. Die innerparteilichen Querelen sind eine Sache. An denen wird er wahrscheinlich auch seinen Anteil gehabt haben, denn dazu gehören zwei, mindestens. Ebenso die völlig unfähige programmatische Arbeit der Partei im ganzen, die beispielsweise zu <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Archiv:2012/AG_Rente/Renten-FAQ">dieser unsäglichen Renten-FAQ</a> geführt hat. Die öffentliche Figur Ponader und der Umgang mit ihm aber ist die andere Seite. </p>
<p>Johannes Ponader war der erste Politiker in einer herausgehobenen Position in Deutschland, der von Hartz-IV-Leistungen lebte. Und der Umgang mit ihm war dementsprechend. Fast keine Talkshow ohne Bezugnahme auf seine persönliche prekäre Lage. Dabei hätte es sich angeboten, anhand seines Beispiels über die Lage von Künstlern in Deutschland zu sprechen. Über politisches Engagement von hilfebedürftigen Menschen überhaupt. Aber auch das hätte seine politischen Wirkungsmöglichkeiten wiederum eingeschränkt – was auch nicht wünschenswert gewesen wäre. Dabei ist Ponader nicht allein. Vorher hatte auch die Linke in Hessen vor mehreren Jahren schon einen Bewerber um das Amt des Vorsitzenden, der von Hartz-IV-Leistungen lebte, gemobbt und dessen Wahl damit verhindert. Der Hartz-IV-Bezieher als Paria. Anscheinend geht es nicht anders.</p>
<p>Das wirft ein Licht auf die Diskriminierung von armen Menschen hierzulande. Und das am Tag der Bekanntgabe des „Armuts- und Reichtumsberichts“, der noch in der frisierten Fassung eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich konstatiert und den FDP-Wirtschaftsminister Rösler in den Tagesthemen jubeln läßt: „Deutschland ging es nie so gut wie heute“. Ach, so ist das.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7584&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>„#aufschrei. Zur aktuellen Sexismus-Debatte“. Diskussion der Heinrich-Böll-Stiftung im Frankfurter „Haus am Dom“</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/06/aufschrei-zur-aktuellen-sexismus-debatte-diskussion-der-heinrich-boll-stiftung-im-frankfurter-haus-am-dom/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 01:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen hatte am 1.&#160;März 2013 ins Haus am Dom zur Diskussion über den #aufschrei geladen. Bereits im Januar 2013 hatte die Journalistin Laura Himmelreich im Stern einen Artikel über den FDP-Politiker Brüderle geschrieben, von dem sie ein Jahr &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/06/aufschrei-zur-aktuellen-sexismus-debatte-diskussion-der-heinrich-boll-stiftung-im-frankfurter-haus-am-dom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7571&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen hatte am 1.&nbsp;März 2013 ins Haus am Dom zur <a href="http://www.boell-hessen.de/singleview.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=983&amp;cHash=6cd27ccb0a2850a6b1afab32c412c73c">Diskussion über den #aufschrei</a> geladen. Bereits im Januar 2013 hatte die Journalistin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laura_Himmelreich">Laura Himmelreich</a>  im Stern einen Artikel über den FDP-Politiker Brüderle geschrieben, von dem sie ein Jahr vorher sexuell belästigt worden war. Der Artikel war als Kampagne gegen die FDP angelegt, löste aber gleichwohl von feministischer Seite einen bis heute andauernden Shitstorm auf Twitter aus, indem Frauen unter dem Hashtag #aufschrei über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt im Alltag berichten und diskutieren. Was als plattes Wahlkampfstück begonnen hatte, endete als eine Diskussion über alltäglichen Sexismus und Gewalt zwischen den Geschlechtern.</p>
<p>Zu Beginn der Diskussion stellte die Moderatorin Mechthild Veil die Frage, was bei alledem verlorengegangen sei, was angesichts einer deutlich fünfstelligen Zahl von Tweets aus dem Blick geraten sei. Julia Voss von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vertrat daraufhin die Ansicht, Himmelreich habe sich in einer Machtposition gegenüber Brüderle befunden, sie sei kein Opfer, was atypisch sei für Frauen in einer vergleichbaren Lage. Nadine Lantzsch vom Blog Mädchenmannschaft wies darauf hin, daß die Möglichkeit, an einer solchen Debatte auf sozialen Netzwerken teilzunehmen, von vornherein ungleich verteilt ist. Wer keinen Zugriff auf das Internet oder überhaupt auf einen Computer hat, habe hier keine Stimme. Ludwig Greven von der Zeit erkannte einen „Mittelschichtdiskurs im Internet“ und beschrieb die Debatte insgesamt nicht nur als ein Problem der Etikette, sondern auch als „eine Machtfrage“.</p>
<p>Etwas grundsätzlicher beschrieb im folgenden Angela Dorn (Landtagsfraktion von Bündnis&nbsp;90/Die Grünen) die Mechanismen alltäglicher Diskriminierung und Grenzüberschreitungen, denen auch sie zu oft mit Humor begegne. Das sei kontraproduktiv. Frau müsse sich ernster nehmen. Eine klare Ansage gegen solche Übergriffe sei angesagt, dazu sollten Frauen ggf. auch in speziellen Kursen angeleitet werden, um zu lernen, wie man sich besser wehren könne. Dem stellte Ludwig Greven die Verunsicherung vieler Männer aus seiner und aus älteren Generationen gegenüber, die sich mittlerweile fragten, was sie noch tun dürften? Es gebe tatsächlich eine große Unsicherheit beim Flirten. Demgegenüber sah Nadine Lantzsch, aus der Tradition der Genderstudien sprechend, die eigentliche Ursache für Geschlechterkonflikte in der Beschreibung bzw. der Einteilung der Gesellschaft nach Kategorien des Geschlechts. Lantzsch kritisierte, daß durch die Diskussion um die Probleme mancher Männer, eigene Grenzüberschreitungen zu erkennen, im Verlauf der Debatte der Fokus von den Frauen wieder auf die Männer verschoben worden ist.</p>
<p>Geteilter Ansicht war das Podium bei der Frage, warum es gerade jetzt zu dem #aufschrei gekommen ist. Während Julia Voss in einer Geschlechterquote – auf Nachfragen: auch in den Betrieben – einen wichtigen Beitrag sah, um Diskriminierung zu begegnen, berichtete Angela Dorn von ihren Erfahrungen als Landtagsabgeordnete, wo sie mehrheitlich mit älteren männlichen Kollegen zusammensitze, die sie als jüngere Politikerin oft herablassend behandelten als wollten sie sagen: „Was will denn das Mädchen hier eigentlich?“ Und: Auch wenn es bei den Grünen von Anfang an eine Quote gegeben habe, müsse man sich immer wieder fragen, was „echte Frauenförderung“ letztlich sei? Ludwig Greven war sich unschlüssig, warum gerade dieser Artikel über Brüderle so viel ins Rollen gebracht hatte. Die Anzüglichkeiten Brüderles seien weithin schon vorher bekannt gewesen. Er sah in alledem am ehesten noch eine „Symboldiskussion“, in der es um weit verbreitete Strukturen und um Entwürdigung von Frauen ging, in deren Verlauf sich aber niemand ernsthaft auf Brüderles Seite geschlagen habe. Greven erinnerte auch an Waltraud Schoppe, die noch 1983 in <a href="http://www.zeit.de/1984/25/schwellenangst-kennt-sie-nicht/komplettansicht">einer Rede im Bundestag</a> eine offen verachtende Reaktion der patricharchalisch geprägten Regierungspolitiker geerntet hatte. Damals wurde öffentlich im Parlament gefeixt, als feministische Positionen zur Sprache kamen. Die taz beschrieb damals einen „johlenden, grölenden Männermob“. Diese Zeiten sind vorbei. Etwas deplaziert erschien nichtsdestotrotz der Ansatz Julia Voss&#8217;, die Quote im Vorstand des Verlags Gruner&nbsp;+ Jahr habe sich auch in dieser Affäre ausgewirkt und die ursprüngliche Veröffentlichung im Stern begünstigt. Es war schlicht ein Aufmacher im Bundestagswahlkampf. Zudem ging es dem Stern zu keinem Zeitpunkt um Frauenrechte. Er wird nicht zögern, bei passender Gelegenheit wieder ein nacktes Model auf den Titel zu heben, zum Amüsement der Herrenwitzler.</p>
<p>Das Publikum war bei aller Sympathie für den Ansatz doch überwiegend skeptisch hinsichtlich des Nutzens der Geschlechterquote. Sie reiche im Ergebnis alleine nicht aus. Vor allem gegenseitiger Respekt sei vonnöten. „Wir leben nicht in einer achtungsvollen Gesellschaft“, sagte eine Diskutantin. Zum Geschlechterverhältnis wurde aber auch die Diskussion um Jungen als „Bildungsverlierer“ aufgegriffen. Die These werde ideologisch verwendet, für diesen „Backlash“ in der Debatte gebe es keinen empirischen Beleg, hieß es in der Diskussion entgegen Teilen des Podiums. </p>
<p>Zusammenfassend ist Angela Dorn insoweit zuzustimmen, daß es letztlich trotz der großen Zahl an Tweets zum #aufschrei nur relativ wenige Stimmen waren, die sich in die Diskussion eingebracht haben. Die feministische Szene diskutiert weiterhin vorwiegend selbstreferentiell. Sie ist sich ihrer geringen Größe kaum bewußt – obwohl gerade diese Außenseiterposition eines ihrer wichtigsten Themen ist. Das war vor allem an den Beiträgen von Nadine Lantzsch zu sehen, die sich als langjährige Aktivistin abgeklärt und vielleicht auch etwas gelangweilt zu der Aussage durchstieg, es habe sich bei dem #aufschrei um keine neue und selbständige soziale Bewegung gehandelt, eine solche gebe es vielmehr seit hundert Jahren. Man ist sich nicht bewußt, daß es sich bei der feministischen Szene um eine Subkultur handelt, die in diesem  Fall einen Impuls aus dem Mainstream aufgegriffen und zum Anlaß für eine eigene Aktion genommen hatte, die spontan auf ein latentes Bedürfnis reagiert hatte und sich über einen sehr langen Zeitraum erhalten ließ. Genausowenig wie man den #aufschrei hätte triggern können, wird man ihn wahrscheinlich am Laufen halten können. Auch wenn Massenmedien über ihn berichtet haben, bleibt er letztlich in der Szene und auf Twitter beschränkt. Er ist nicht mehrheitsfähig, weder was das Thema angeht noch hinsichtlich des Minderheitenmediums Twitter. Trotzdem ist mit dem Protestpotential, das er zutage gebracht hat, auch weiterhin zu rechnen. Offen bleibt allerdings, inwieweit?</p>
<p>Trotz der differenzierten Diskussion, hatte das Podium Anregungen aus dem Publikum leider <a href="http://violine.twoday.net/STORIES/podiumsdiskussion/">nur unzureichend aufgegriffen</a>. Zudem hat der überwiegende Teil des Panels den Nutzen der Geschlechterquote ganz sicherlich überbewertet. Eine Änderung und buntere Zusammensetzung von Gremien ändert das Gremium und seine Rolle selbst noch nicht und erst recht nicht die Spielregeln des Systems im ganzen. Letztlich geht es nicht um eine Geschlechter-, sondern um eine Machtfrage. Die Ausübung von Macht durch die einen Menschen über die anderen. Endlich eine Demokratisierung der Gesellschaft dürfte angezeigt sein und eine gemeinsame Selbstverwaltung, in der die Geschlechter gleichberechtigt zum Zuge kommen.</p>
<p>Nach meiner Erfahrung fehlt es zudem gerade bei den jüngeren Frauen am Bewußtsein um ihre Rechte. Als ich in meinen juristischen Tutorien für BWL-Studenten die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur <a href="http://juergenfenn.de/wiwi/OeR_Tut.html#x1-330003.1.2">Zölibatsklausel für Lufthansa-Stewardessen</a> diskutierte, war in zwei Semestern nicht eine einzige Studentin der Meinung, eine solche 50er-Jahre-Klausel verstoße gegen die guten Sitten. Alle gingen davon aus, daß es selbstverständlich auch heute noch zulässig wäre, dem Arbeitgeber ein außerordentliches Kündigungsrecht im Fall der Eheschließung der Arbeitnehmerin zuzugestehen, daß so etwas frei arbeitsvertraglich vereinbart werden könne. Es ist noch viel Aufklärung zu leisten. Wir waren schon mal sehr viel weiter.</p>
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		<title>Blogger unter sich</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2013 03:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Thomas Knüwer schlägt vor, das von Bundestag gestern beschlossene Leistungsschutzrecht für Presseverleger zum Anlaß zu nehmen, die Websites von Verlagen nicht mehr aus Blogs oder auf sozialen Netzwerken zu verlinken. Ein interessanter Vorschlag. Ernst machen. Die Verleger abhängen. Es geht &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/02/blogger-unter-sich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7567&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Knüwer <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/03/verlinkung-verlagsinhalte-leistungsschutzrecht/">schlägt vor</a>, das von Bundestag gestern beschlossene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_für_Presseverleger">Leistungsschutzrecht für Presseverleger</a> zum Anlaß zu nehmen, die Websites von Verlagen nicht mehr aus Blogs oder auf sozialen Netzwerken zu verlinken. Ein interessanter Vorschlag. Ernst machen. Die Verleger abhängen. Es geht auch anders. Blogger unter sich. Informieren sich und ihre Leser gegenseitig. Wer braucht noch Links auf die Presse? Ist doch ohnehin alles vielfach dupliziert im Netz und somit wunderbar über Suchmaschinen auffindbar. Standardisierte Berichterstattung, alles dpa und so weiter, Massenware, hundertfach im Netz. Unbemerkt schon längst von hirnlosen Algorithmen produziert. Reicht völlig aus, daß Wikipedia in den Fußnoten dokumentiert, wer was von wem abgeschrieben oder sonst übernommen hatte. </p>
<p>Die Verlage brauchen Blogs als eine kreative Werkstatt, aus der sie schöpfen. Und umgekehrt? Setzen Blogs Themen gegen den Verlags-Mainstream? Twitter hat gerade ein Thema gesetzt, den #aufschrei, sehr laut, kaum zu überhören. Aber Blogs? Recherche ist selten in der Blogosphäre. Seltener als im Konzernjournalismus? Nicht wirklich.</p>
<p>Wolfgang Blau hat die Lobbyisten <a href="https://twitter.com/wblau/status/307431157031649280">beim Namen genannt</a>. Und Vera Bunse hat die Seiten <a href="http://opalkatze.wordpress.com/2013/03/01/diese-seiten-unterstutzen-das-leistungsschutzrecht/">zusammengefaßt</a>, die das Leistungsschutzrecht unterstützen. Aber es geht ja genaugenommen um mehr. </p>
<p>Das Leistungsschutzrecht wird voraussichtlich scheitern. Es hätte schon gleich im Bundestag scheitern können, spätestens bei der finalen Abstimmung – wenn es opportun gewesen wäre, aber „<a href="http://carta.info/54940/opposition-aus-spd-grunen-und-linken-verhilft-lsr-zum-vorlaufigen-sieg/">die Opposition wollte sich den kommenden großen Auftritt im Bundesrat nicht nehmen lassen und das ungeliebte Gesetz schon jetzt vom Herd nehmen</a>“. Schön warmhalten im Wahljahr, das können wir sicher noch mal brauchen. Auch darum geht es.</p>
<p>Aber es geht eben vor allem um die Frage, ob wir <em>diese</em> Presse denn noch brauchen, in der es immer schwerer geworden ist, Redaktion und PR-Abteilung auseinanderzuhalten. Auch Profis fällt das mitunter nicht mehr leicht. Was ist noch geschrieben, was ist getextet, wofür ist bezahlt worden und von wem, was ist Nachricht, was ist Werbung, wo verläuft die Grenze zwischen dem „eigentlichen“ Inhalt, dem „Content“, und der Reklame? Und: gibt es diese Grenze überhaupt? Wenn Werbung immer schwerer zu verkaufen ist, wird am Ende eben alles zur Reklame.</p>
<p>Für diesen Abbau haben die Verlage schon längst die Quittung erhalten. Wo früher Bahnfahrer zeitunglesend auf dem Bahnsteig standen, sind sie heute über ihre Smartphones gebeugt. Man surft und simst und twittert. Noch <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2012/11/22/jedenfalls-kein-massenmedium/">nicht einmal</a> über das Ende einer Zeitung wird man zuerst aus einer Zeitung noch informiert. Die gegenseitige Information der Bürger untereinander funktioniert immer besser. Die Zeit der Zeitungen ist endgültig vorbei, völlig egal, ob sie gedruckt oder online veröffentlicht werden. Der Versuch, die heiße Ware Neuigkeit zu verknappen, ist endgültig gescheitert. Niemand verpaßt mehr etwas. Völlig ungeachtet des Leistungsschutzrechts, können wir daher getrost unter uns bleiben.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7567&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>DDR-Zeitungen und alte Bundestagsdrucksachen online</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 01:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikipedianer sind Informations-Junkies und reichen sich gegenseitig Informationen weiter. Falls noch nicht bekannt: Online verfügbar sind seit kurzem als Digitalisate: DDR-Presse – Neues Deutschland und Berliner Zeitung, denächst auch Neue Zeit, via Stabi Berlin, nach einer Anmeldung bei xlogon aber &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/03/01/ddr-zeitungen-und-alte-bundestagsdrucksachen-online/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7562&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedianer sind Informations-Junkies und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#DDR-Tageszeitungen:_digitalisiert_und_im_Volltext_erschlossen">reichen sich gegenseitig</a> Informationen weiter. Falls noch nicht bekannt: Online verfügbar sind seit kurzem als Digitalisate:</p>
<ul>
<li><a href="http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse">DDR-Presse</a> – Neues Deutschland und Berliner Zeitung, denächst auch Neue Zeit, via Stabi Berlin, nach einer Anmeldung bei xlogon aber auch ohne Bibliotheksausweis per Open-ID frei nutzbar;</li>
<li><a href="http://pdok.bundestag.de/">Drucksachen und Plenarprotokolle des Bundestages – 1949 bis 2005</a> – im Portal des Deutschen Bundestags.</li>
</ul>
<p>Merke: „Die Bibliothek“ findet immer mehr in meinem Computer statt.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7562&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Stéphane Hessel ist gestorben</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/02/28/stephane-hessel-ist-gestorben/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 03:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stéphane Hessel ist gestern im Alter von 95&#160;Jahren gestorben. Es ist knapp zwei Jahre her, daß ich ihn im Schauspiel Frankfurt bei einer Diskussion mit Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit gesehen hatte<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7560&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stéphane Hessel ist gestern im Alter von 95&nbsp;Jahren gestorben. Es ist knapp zwei Jahre her, daß ich ihn im Schauspiel Frankfurt bei einer Diskussion mit Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2011/05/16/stephane-hessel-joschka-fischer-und-daniel-cohn-bendit-im-schauspiel-frankfurt/">gesehen hatte</a></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7560&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>„Letzte Bilder. Von Manet bis Kippenberger“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 02:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast. „Wenn Sie keine Fragen mehr haben…“ Keine Nachfragen, was ganz unüblich sei, heißt es beim Hinabgehen. Es geht um den Tod, ums Sterben, um das Ende in dieser Ausstellung. Auf &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/02/28/letzte-bilder-von-manet-bis-kippenberger-in-der-schirn-kunsthalle-frankfurt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7548&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right;padding-bottom:1em;"><em>Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast.</em></div>
<p>„Wenn Sie keine Fragen mehr haben…“ Keine Nachfragen, was ganz unüblich sei, heißt es beim Hinabgehen. Es geht um den Tod, ums Sterben, um das Ende in dieser Ausstellung. Auf 100&nbsp;Bildern – alle mitgezählt, auch die kleinen Polaroids von Walker Evans und die Fotos von Bas Jan Ader. </p>
<p>Das Lebensende ist so individuell wie das Leben selbst, und in 100&nbsp;Bildern könnte man sicher vieles über den Tod und das Leben erzählen – was die Ausstellung aber leider nicht leistet. Die durchweg hochwertigen Exponate (der hr spricht etwas reißerisch von „<a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?key=standard_document_47646249&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=5986&amp;jm=4&amp;mediakey=fs/hessenschau/130227195922_hs_schirn_1476">spektakulären Leihgaben</a>“) stehen überwiegend unerläutert nebeneinander. 14&nbsp;Künstler werden in sieben meist zu engen Räumen gezeigt, beginnend mit dem 19.&nbsp;Jahrhundert, endend bei der letzten Jahrhundertwende. Bei den großen Bildern merkt man, wie eng „die längste Kegelbahn der Welt“ (Jean-Christophe Ammann) tatsächlich ist. </p>
<p>„Die Präsentationsform greift die Offenheit und Vielfalt des Themas auf“, heißt es auf einem Wandtext. „Sie zeigt die Werke nicht chronologisch, sondern entwirft einen Parcours von Gegenüberstellungen jeweils zweier korrespondierender Positionen.“ Kombiniert wurde, was nach Ansicht der Kuratorin Esther Schlicht zusammenpaßt. Bei den letzten Blumen von Manet und den Seerosen Monets mag das einleuchten. Dann aber finden sich die Scherenschnitte von Henri Matisse in selben Raum wie die letzten Bilder von Willem de&nbsp;Kooning wieder. Anscheinend weil sie beide von der Grundfarbe Weiß ausgehen? Eine andere Verbindung ist nicht ersichtlich.</p>
<p>Das ist unbefriedigend und läßt den Betrachter etwas ratlos zurück. Der Ausstellung fehlt das Narrativ zu dem großen Thema. Der Tod als kleinster gemeinsamer Nenner zwischen so unterschiedlichen künstlerischen Positionen ist erklärungsbedürftig. Was war vorausgegangen? Wie entstanden die Werke? Wie wurden sie in ihrer Zeit aufgenommen? Und wie heute? Wie und weshalb korrespondieren sie miteinander? Die knappen Texte, die den Bildern zur Seite gestellt worden sind, geben hierzu leider kaum Auskunft. Dazu sollte es auch nicht erforderlich sein, den Katalog zu konsultieren. Der Trailer auf YouTube versucht das etwas auszugleichen – sofern man ihn vorher zu sehen bekommt:</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/yMLjAe3ZKmc?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Es fällt aber dennoch meistens schwer, Zusammenhänge herzustellen. Die „Meditationen“ von von&nbsp;Jawlensky gegenüber der „Chinese Series“ von Stan Brakhage. Walker Evans&#8217; Polaroids liegen in demselben Raum aus, in dem Georgia O&#8217;Keeffes „Sky-Above-Clouds“-Bilder etwas zu tief gehängt worden sind. Überhaupt die Hängung. Giorgio de&nbsp;Chiricos einerseits, andererseits Andy Warholes monumentales „Last Supper“. Aus sich heraus beeindruckend sind Ad&nbsp;Reinhardts „Black Paintings“, hoch empfindlich, wie uns die Aufsicht erklärte. <a href="https://bembelblog.wordpress.com/2013/02/27/letzte-bilder-schirn-in-frankfurt-bloggerin-blogger-suchen-muster-auf-ad-reinhardt-black-paintings-achtung-niesen-verboten/">Was hatten wir ein Glück, daß wir nicht zu nah herankamen</a>! Aber warum dringen die Lieder des 1975 auf hoher See verschollenen Bas Jan Ader gerade durch diesen Raum? </p>
<p><em><a href="http://www.schirn.de/LETZTE_BILDER_2.html">Letzte Bilder. Von Manet bis Kippenberger</a>. Bis 2.&nbsp;Juni 2013. Schirn Kunsthalle. Frankfurt am Main.</em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7548&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Und jetzt: Die FRAZ</title>
		<link>http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/02/27/und-jetzt-die-fraz/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 22:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Uebergaenge]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundeskartellamt hat heute bekanntgegeben, daß es die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die FAZ genehmige. Von der bisherigen Redaktion werden nur 28&#160;Journalisten übernommen. 340&#160;Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Auch die Druckerei in Neu-Isenburg wird es nicht mehr geben. Nachdem der &#8230; <a href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2013/02/27/und-jetzt-die-fraz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7542&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundeskartellamt hat heute bekanntgegeben, daß es die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die FAZ <a href="http://kress.de/alle/detail/beitrag/120251-bundeskartellamt-gibt-den-erwerb-durch-die-faz-frei-frankfurter-rundschau-erscheint-weiter.html">genehmige</a>. Von der bisherigen Redaktion werden nur 28&nbsp;Journalisten übernommen. 340&nbsp;Mitarbeiter <a href="http://kress.de/alle/detail/beitrag/120185-sie-werden-von-keinem-der-investoren-uebernommen-fuer-340-fr-mitarbeiter-herrscht-klarheit.html">verlieren ihren Arbeitsplatz</a>. </p>
<p>Auch die Druckerei in Neu-Isenburg wird es nicht mehr geben. Nachdem der Druckauftrag für die Bild-Zeitung nach über 30&nbsp;Jahren gekündigt worden war, war sie für Investoren uninteressant geworden. Der Vorgang wirft ein Licht auf die Abhängigkeit einer linkeren Zeitung von der Springer-Presse. Die Rundschau – wie auch immer sie in den letzten Jahren abgebaut haben mag – gab es, solange ich sie kenne – darunter gut zehn Jahre als Abonnent, wenn das auch leider schon etwas her ist – letztlich nur, weil dort auch die rechte Dreckschleuder Bild gedruckt wurde. </p>
<p><em>„Auch die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg), begrüßten die Entscheidung des Kartellamtes. Man verbinde damit [bei] MDS und ddvg die Hoffnung, dass die Stimme der FR dauerhaft erhalten bleibe.“</em> </p>
<p>Das kann nicht ernst gemeint sein, denn wenn die FAZ die FR kauft und 28&nbsp;Lokalredakteure übernimmt, ist das etwa so, wie wenn die CDU die SPD nicht nur ideell, sondern endlich auch ganz und gar übernehmen würde und danach eine rote Hülse weiterhin auf dem Wahlzettel stände, die man jerzeit gefahrlos ankreuzen könnte, denn darin steckt garantiert genau dasselbe wie im Original. Manche meinen, soweit sei es schon längst. Andere haben das bezweifelt. Wieder andere haben <a href="http://roemerinfo.com/2012/12/14/neues-frankfurt-blog/">schon im vergangenen Dezember vorsorglich</a> die Frankfurter Regionalberichterstattung, die nun angesichts von FAZ, Frankfurter Neue Presse und leichengefledderter FR ganz und gar in schwarz daherkommt, <a href="http://roemerinfo.com/">als Blogger in die eigene Hand genommen</a>. Das bürgerschaftliche Engagement ist sehr wichtig, es erinnert an den Aufstieg der Blogs in den USA angesichts der einmütig bushfreundlichen und neoliberalen Presse. </p>
<p>Ich denke an die 28&nbsp;Lokalredakteure, die ein Angebot erhalten werden, ab dem 1.&nbsp;März für die FAZ-FR zu arbeiten. Auch eingedenk aller Flexibilität, die die Rundschau-Redaktion in den letzten Jahren an den Tag gelegt hatte: Wie fühlt man sich dabei? Und: Ist die journalistische Arbeit dieser Mitarbeiter auch weiterhin aus der Sicht der Leser glaubwürdig? </p>
<p>Der <a href="http://carta.info/tag/blogkrise/">Abgesang auf die Blogs</a> dürfte in jedem Fall viel zu früh erfolgt sein.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schneeschmelze.wordpress.com&#038;blog=6211307&#038;post=7542&#038;subd=schneeschmelze&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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