Es weihnachtet sehr … VII

Möglicherweise ist es einigen nun doch auch allzu kahl vorgekommen, wer weiß? Jedenfalls fand ich bei meinem Spaziergang heute abend ein paar mehr geschmückte Gärten und Fenster vor. Lichterketten und -netze über Bäumchen und Sträucher. Hier und da ein Lichtlein im Fenster. Ein Nachbar hat sogar einen beleuchteten Nikolaus mit Schlitten hervorgeholt. Etwas spät, würde ich sagen, zwei Wochen vor Weihnachten erst. Andererseits: Besser spät als nie. Trotzdem: Kein Vergleich mit früher. Als ich vor zehn Jahren hierher zog, erstrahlte das Neu-Isenburger Westend geradezu. Wer etwas auf sich hielt, powerte Licht hinaus ins Dunkel. Heute dagegen: Krisen-Weihnachten 2009.

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Ein Gedanke zu „Es weihnachtet sehr … VII“

  1. Einen Vergleich mit dem Zustand vor 10 Jahren vermag ich nicht anzustellen. Aber wenn ich die Erinnerungen an meine Kindheit heranziehe, so stelle ich fest, dass Weihnachtsbeleuchtungen in/an Privathäusern heutzutage in einem überwältigenden Maße anzutreffen sind.

    Damals hat der eine oder andere Nachbar vielleicht sein Nadelgehölz im Garten mit einer Lichterkette verziert, oder man sah im Fenster einen Adventskranz. Wenn ich jedoch heute an einigen Hochhäusern vorbeigehe, so drängen sich mir Assoziationen zu Filmberichten über Bombenangriffe auf deutsche Städte im zweiten Weltkrieg auf.

    Es war kürzlich zu lesen, dass in diesem Jahr einige Städte auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten (etwa Krefeld, wo man die Muslime nicht vergrätzen möchte).

    In meinem Städtchen ist davon aber nichts zu spüren, hier wird intensiver festbeleuchtet denn je.

    Erstaunlich ist auch, in welchem Maße Weihnachtsmärkte wie Pilze aus dem Boden sprießen.

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