Auf dem Zauberberg IX

von schneeschmelze

Nach zwei Wochen heute endlich wieder zum Jacobiweiher gejoggt. Während in der Stadt in den letzten Tagen schon leichtes Tauwetter eingesetzt hatte, herrscht dort eine größere Kälte als im vergangenen Jahr: Der gesamte Weiher war zugefroren. Zauberhafte Winterlandschaft. Schnee liegt auf den Bäumen, haftet auf den Baumstämmen. Dauerfrost. Festgetretene Waldwege. Nur Schnee, kein Eis.

Die Wasservögel waren nicht zu sehen. Vor einem Jahr war an der wärmsten Stelle des Weihers eine kleine Öffnung im Eis frei geblieben. Amseln picken auf dem Weg in kleine herumliegende Ästchen und in sonstigen organischen Abfall, auf der Suche nach Eßbarem.

Und eben hat es schon wieder zu schneien begonnen. Es ist ein sehr kalter und feuchter Winter. Neu-Isenburg liegt unter einer dicken Schneedecke, und es ist unangenehm kalt. Immerhin werden die Tage jetzt wieder etwas länger. Die Sonne geht zunehmend später unter. Aber der Himmel ist tiefgrau, und jeder Gang nach draußen wird zu einem Waten durch den tiefen Schnee.

Es ist ein trauriger Jahresanfang. Mehrfach täglich Liegekur.