Neuer Literaturclub

von schneeschmelze

Die Büchersendung des Schweizer Fernsehens, der Literaturclub, wurde einem „Relaunch“ unterzogen: Neue Location für die Aufzeichnung, neue Gastkritiker, neue Trailer zur Vorstellung der diskutierten Bücher, aber alte Moderatorin (Iris Radisch). Eben zum ersten Mal gesehen (Podcast). Wie konnte so etwas passieren? Früher war es eine gepflegte bürgerliche Runde, eher betulich und etwas altmodisch, aber doch immer wieder recht gehaltvoll. Gepflegter Diskurs. Jetzt ist alles ganz hysterisch geworden. Schnell weg da, weg da, weg. Mit viel Musik. Und endlich auch mit wackelnder Kamera, ja. Und alles so schön bunt hier. Dabei weiß man doch schon längst, wie Literatur im Fernsehen präsentiert werden sollte: Zwei Modelle gab es, die gut funktionierten: „Quartett“ und „Lesen!“ Muß man denn alles verschlimmbessern?