Weiterer Abbau beim „Freitag“ II

von schneeschmelze

In der derzeitigen Diskussion um die Entwicklung des Feuilletons der Wochenzeitung „Der Freitag“, die bisher zur (arbeitsgerichtlich angefochtenen) Kündigung eines Redakteurs geführt hat, hat sich auch Andreas Rohlfs in seinem Blog geäußert. Seinem Fazit ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen:

„Ich lese seit der Umgestaltung unter Augstein nicht mehr viel vom Freitag. …

Ich lese halbwegs bewusst seit einem Viertel­jahrhundert Zeitungen. Die Blei­wüsten sind nach und nach verschwunden. Die Zeitungen sind heute ‚luftiger‘ mit viel Weiß auf den Seiten und großen Fotos. Schriften und der Zeilen­abstand sind größer geworden. Es steht weniger Text auf der Seite. Mehr Seiten sind es selten geworden. Wenn ein Becher Joghurt bei gleicher Becher­größe mehr Luft und weniger Joghurt enthält, nennt man das eine Mogel­packung. Und der Freitag wird immer mehr dazu: Schnell durchgeblättert, wenige Artikel, die ich wirklich lesen will, viel Luft – und damit meine ich nicht nur Weißraum.

Ich glaube nicht, dass der Freitag die nächsten fünf Jahre überleben wird. Schade, denn dann bleibt nur noch die Zeit. Und mit der konnte ich noch nie etwas anfangen.“