Hier ist der Kunde noch König III

von schneeschmelze

Weil ich auf dem Zauberberg sehr gute Erfahrungen mit Qi Gong gemacht hatte, suche ich nach einer Möglichkeit, meine Übungen unter fachkundiger Anleitung weiterführen zu können. Dabei bin ich zunächst auf unsere örtliche Volkshochschule gestoßen. Meine Erfahrungen bei der Anmeldung waren positiv: Übersichtliche und gut zu bedienende Website, gute telefonische Erreichbarkeit, kompetente Mitarbeiterin, alles sehr unkompliziert und schnell.

Nur die Frage, ob meine Krankenkasse mir zu dem Kurs auch einen Zuschuß zahlt oder ob die Kosten für den Kurs ganz übernommen werden, konnte ich bisher nicht klären. Die VHS verwies mich an die Krankenkasse, und dort konnte ich den gesamten Montagvormittag erst einmal niemanden erreichen. Also nahm ich das Angebot an und sandte eine E-Mail an die für mich zuständige Geschäftsstelle. Eine Eingangsbestätigung kam sofort, seitdem tat sich aber leider nichts mehr.

Der Preis für die mit Abstand schlechteste telefonische Erreichbarkeit geht aber auch in diesem Monat wieder an die Stadtwerke Neu-Isenburg: Keine Hotline am späten Nachmittag („leider rufen Sie außerhalb unserer Geschäftszeiten an“), und am Montagvormittag waren sie erst nach ungefähr zehn Versuchen zu sprechen. Da fällt es auch nicht mehr ins Gewicht, daß die Verbindung über eine 0800-Nummer erfolgt, zumal in Zeiten der Telefon-Flatrates.

Letztes Beispiel für eine schlechte Kundenorientierung ist die Kreisvolkshochschule Offenbach, deren Programmheft ich vergangenen Dienstag in der Stadtbibliothek mitnahm. Die meisten Kurse finden nunmehr im „Haus des lebenslangen Lernens“ in Dreieich-Sprendlingen statt. Schön. Nur, wie kommt man dorthin? Anfahrtskizze im Programmheft (Umfang: ca. 100 Seiten)? Fehlanzeige! Nur wer sich übers Internet informiert, erhält weitergehende Tips, jedoch vor allem für Autofahrer, erst über Umwege auch für Benutzer des öffentlichen Personennahverkehrs. Auf der Website der Kreisvolkshochschule kann man hierzu ein Merkblatt als PDF herunterladen, das man aber nicht verlinken kann, weil es über ein Popup-Fenster erstellt wird, das sich sofort nach dem Aufruf wieder schließt. Immerhin liest man dort, daß der Parkplatz für Autofahrer kostenpflichtig sei.