Weiterer Abbau beim „Freitag“ V

von schneeschmelze

Erst jetzt bemerke ich, daß der Blogbeitrag von Ingo Stützle in der Freitag Community zur Kündigung des langjährigen Kulturredakteurs Ingo Arend bereits Anfang März diesen Jahres aus dem Blog gelöscht worden ist, und zwar, wie ich lese,[1][2] wohl auf Betreiben des Freitag-Herausgebers Jakob Augstein hin. In den Kommentaren wird ein Zusammenhang zwischen der Löschung des Blogbeitrags und dem schwebenden arbeitsgerichtlichen Verfahren hergestellt, aber das wäre meines Erachtens nicht nachvollziehbar, denn es handelte sich dabei um eine freie Diskussion der Leser über einen doch ziemlich einschneidenden Vorgang für die Redaktion, der immerhin für eine gewisse Zeit nach dem Kauf des Verlags durch Augstein eine Arbeitsplatzgarantie gegeben worden war.

Soviel zur Meinungsfreiheit in der Freitag Community. Solange die dortigen Blogger ihre Füße unter Herrn Augsteins Tisch strecken, werden sie damit wohl leben müssen – oder sich von dort verabschieden. Meinen Kommentar zu der Sache kann man weiterhin in meinem Blog nachlesen.

Der frühere Geschäftsführer Hustedt hat das Schiff mittlerweile verlassen.

Außerdem fällt mir heute abend noch auf, daß das Blog von Ingo Arend nicht mehr von allen Artikeln aus namentlich verlinkt ist. Zum Beispiel fehlt ein Link vom Autorennamen in seinem gestrigen Beitrag zur Leipziger Buchmesse zum Autorenblog bzw. zum -profil.

Ach, Freitag … Die Redakteurinnen und Redakteure verdienen die Solidarität der Leser gegenüber den Entscheidungen der Verlags- und Redaktionsleitung.

Update: Bei Carta und bei Magda ist heute übrigens eine Blattkritik von Wolfgang Michal erschienen. Und den Blogbeitrag von Ingo Stützle, der in der Freitag Community gelöscht worden ist, kann man weiterhin in Jacob Frickes Tumblr lesen.