Aktuelle Zahlen zum Bezug von ergänzender Grundsicherung

von schneeschmelze

Einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zufolge, ist der Anteil der Aufstocker an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom Juni 2005 bis September 2009 in den neuen Bundesländern von 3,3 % auf 5,1 % angestiegen. In den westlichen Bundesländern sei der Anteil im selben Zeitraum von 1,1 % auf 2 % gestiegen. Die höchste Quote sei demnach in Berlin mit 6,5 % Aufstockern festzustellen gewesen. Der Übergang in eine besser bezahlte Tätigkeit gelinge nur sehr selten; insoweit gebe es keine Veränderungen gegenüber der Zeit vor der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Es dominierten kurzfristige prekäre Beschäftigungen in Leiharbeit. 39,2 % der ostdeutschen Aufstocker (29,5 % der westdeutschen) verdienten unter fünf Euro in der Stunde, 37,3 % (im Westen: 28,3 %) unter 7,50 Euro. Das Armutsrisiko liege mit 14,3 % doppelt so hoch wie bei der übrigen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Bevölkerung.