Die Buchmesse fällt dieses Jahr aus

von schneeschmelze

Hr2-Redakteur Alf Haubitz erlaubt sich seit gestern einen Spaß und twittert über seine Beobachtungen auf der Frankfurter Buchmesse. Es sind Reportagen, die man anderswo umsonst suchen wird, denn – aufgepaßt – die Messe fällt aus:

„Treffe Honnefelder in der leeren Halle 3.1: ‚Hier war immer am meisten los.‘ Auch er ist froh, dass er Ruhe hat: ‚Kluge Entscheidung!‘ #fbm10“

Dagegen fällt die diesjährige Buchmesse, wie es scheint, für einen letztjährigen Teilnehmer tatsächlich aus: Den Berliner Freitag sucht man vergebens im Ausstellerkatalog. Am Erfolg kann es nicht gelegen haben, denn wenn es darum geht, die wirklich wichtigen Termine wahrzunehmen, sind die notwendigen Mittel natürlich vorhanden. Habe einen Verdacht: Jakob Augstein hatte Angst, dem einen oder dem anderen ehemaligen Freitag-Blogger oder -Leser auf der Messe zu begegnen. So wird es gewesen sein. Sage ich mal in einer grandiosen Stimmung. Und wenn man sieht, daß die Messe sowieso ausgefallen ist, war es doch auch von Anfang an eine kluge und weitsichtige Entscheidung, von vornherein in der großen Stadt Berlin zu bleiben, am Hegelplatz. Im Reich der Freiheit. Den Begriff habe ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern der wird in einem Werbeflyer, der diesen Monat den „Blättern“ beiliegt, dem Leiter der Kulturredaktion Michael Angele in den Mund gelegt:

„Die Kulturredaktion ist ein Reich der Freiheit. Wir dienen keiner Sache. Nur uns selbst. Wir lassen uns nicht instrumentalisieren. Sie wollen einen Werbetext lesen? Dass ich nicht lache!“

Heißt es. In diesem Werbetext. Ojemine, lachen, wie und über was denn? Vielleicht hierüber:

„Der Alltag ist nie alltäglich.“

Oder so.

Stimmt es denn, daß Roger Willemsen nun auch twittert?

Wie froh bin ich, daß ich weg bin!