Der NachDenkSeiten-Effekt

von schneeschmelze

Man kennt den Slashdot-Effekt, der auf die gleichnamige amerikanische Website für Geeks verweist: Die Nachrichtensite ist ein Multiplikator, und wenn auf ihr eine andere Website verlinkt wird, wurden mitunter so viele Benutzer auf die andere Seite gelotst, daß diese wegen Überlastung zusammenbrach.

InetBib-Effekt

Der InetBib-Effekt ist sozusagen der kleine Bruder des Slashdot-Effekts. Der Peak, der auf dieser Abbildung zu sehen ist, entstand bei den Zugriffszahlen meiner Blogstatistik, nachdem ich meinen Juris-Testbericht in der InetBib-Mailingliste an einem Freitagabend angekündigt hatte. Die Neuigkeit breitete sich über mehrere Blogs sowie über Twitter in der LIS-Gemeinde aus, und die Grafik spricht für sich selbst.

NachDenkSeiten-Effekt

Mein Beitrag zur „Sozialen Mauer“, der zuerst im Blättchen und am 3. Oktober 2010 auch in meinem Blog erschienen war, wurde zweimal[1][2] in den NachDenkSeiten zitiert. Das Ergebnis war ebenfalls eine erhebliche Zunahme der Zugriffe auf mein Blog, allerdings mit dem Unterschied, daß der InetBib-Effekt etwas über eine Woche nachweisbar war, während der NachDenkSeiten-Effekt nur wenige Tage anhielt. Dafür war der letztere umso intensiver: Über 800 Zugriffe am ersten Tag. Allerdings wollte kaum einer das Original beim Blättchen lesen, und auch andere Texte aus meinem Blog interessierten die hierher Verwiesenen kaum.

Der Link von CARTA zu meinem Beitrag führte übrigens zu keiner merklichen Steigerung der Zugriffe, ebensowenig die Verlinkung aus den Kommentaren bei der Freitag Community.

Für alle Empfehlungen möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bedanken.

Und die Moral von der Geschicht wäre etwa diese: Wer den Weg zu einem Blog findet, sieht sich dort nicht um, sondern geht genauso zielstrebig, wie er kam, auch wieder weg, entnehme ich meiner Blogstatistik. „Schnell weg da, weg da, weg.“