Delicious ade

von schneeschmelze

BibSonomyDer Social-Bookmarking-Dienst Delicious steht wahrscheinlich vor dem Aus. Deshalb sammle ich meine Bookmarks von nun an nur noch bei BibSonomy. Für BibSonomy spricht auch die Integration mit dem Hebis-Verbundkatalog, die es erlaubt, Datensätze aus Literaturrecherchen unmittelbar in BibSonomy zu übernehmen.

Einziger wirklicher Nachteil im Vergleich der beiden Lösungen ist aus meiner Sicht die wesentlich leistungsfähigere Delicious-Toolbar im Vergleich zu dem Firefox-Add-On, das es zu BibSonomy derzeit gibt. Letzteres ist leider immer noch ziemlich fehlerhaft, beim Aufruf mancher Funktionen friert Firefox ein und muß systemseitig beendet werden. Das Add-On ist in der vorliegenden Form ganz schlicht unbrauchbar. Dafür funktioniert aber die Übernahme von Daten aus einer gebookmarkten Website im Webinterface von BibSonomy sehr schön. Lediglich die Vorschläge für Tags sind meistens ziemlich fernliegend und sollten deshalb besser ganz unterbleiben.

Ein wirklicher Pluspunkt von BibSonomy ist der Datenexport. So viele Formate wie BibSonomy beherrscht kein anderer Bookmarking-Dienst, was aber daran liegt, daß die Zielgruppe eine andere ist. Die Plattform zielt nicht auf das Massenpublikum. Sie wird von der Universität Kassel betrieben und hat deshalb die Bedürfnisse wissenschaftlicher Anwender besonders im Blick.

Vgl. auch meine Anmerkungen zum Abschied von Mister Wong vom 1. Juli 2010.