Blickkontakt

Weil der Schnee oft kaum einen Meter breit geräumt wird, müssen sich die Passanten verständigen, wenn sie sich begegnen. Wer erhält den Vortritt? Bitte sehr. Man dankt höflich. Der wortkarge und im übrigen eher kommunikationsabgeneigte Rhein-Main-Bewohner sucht den Blickkontakt und spricht mit seinem Nächsten, dem Schnee sei Dank. Ein weiterer Vorteil: Der Schnee deckt die schlimmsten Lieblosigkeiten der Städteplanung zu.

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3 Kommentare zu „Blickkontakt“

  1. Mir wäre Schneeschmelze in der Realität momentan sehr recht. Überall wird der Schnee zum Thema: Im Beitrag „Blickkontakt“ zur Kommunikationsanregung (ich muss zugeben, dass ich dieses positiven Begleiteffekt des Schnees noch nie so wahrgenommen habe), als tote Starre, die alles unter sich begräbt, bei den Verkehrsmeldungen als Katastrophenbekundungen und auch als der Umstand, der das „Sich-Treffen“ erschwert, weil man schlecht von A nach B kommt. Wenn ich recht darüber nachdenke, gefällt mir der Name des Blosg besonders gut.
    Grüße von Susann, die den Winter gar nicht mag – es ist zu befürchten, dass es bis zur endgültigen Schmelze leider noch lange dauern wird

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