Gift ist im Futter III

von schneeschmelze

In der Badischen Zeitung liest man heute eine Diskussion über die Belastung von Tofu aus Freiburg mit Weichmachern, von der die Zeitschrift Ökotest berichtet hatte. Der Hersteller weist zu seiner Entlastung darauf hin, es seien Sojabohnen aus Brasilien verwendet worden, die auf dem Transport möglicherweise mit Staub von genetisch veränderten Pflanzen in Berührung gekommen sein könnten. Außerdem lägen die gemessenen Mengen unterhalb der sonst angewandten Grenzwerte. Es ist nicht das erste Mal, daß Ökotest genauer messen läßt als es sonst üblich ist. Die darauffolgende Diskussion im Forum der Zeitung (zu lesen unterhalb des Artikels von oben nach unten) zeigt allerdings einige der Denkfehler, die derzeit zu beobachten sind. Ein Zitat: „Ich lach mich grad scheckig. Die Bio-Brüder hier im Forum labern immer, man solle Zeugs aus der Region kaufen und natürlich Bio. Jetz aber les ich, die Bohnen fürs Tofu kommen aus Brasilien -rofl- und kommen während dem Transport mit Staub in Berührung, der gentechnisch veränderte Organismen trägt…. warum soll dann noch einer auf BIO achten, wenn das Zeugs schon in der Luft ist?“ So kann man es natürlich auch sehen. Der Soja-Anbau in Baden hält sich nun mal in engen Grenzen… Ich sehe mir deshalb lieber eine 3sat-Dokumentation über die Verhältnisse in unseren Schlachthöfen [1][2] an – und esse daraufhin heute mittag Blumenkohl mit Kartoffeln.