Zur Zeitungskrise

von schneeschmelze

Man wird differenzieren müssen:

  • Die BILD-Zeitung und Vergleichbares wird sich weiterhin halten – der Handwerker oder der Busfahrer ist keine Zielgruppe für das iPad.
  • Auch die großen Wirtschaftszeitungen werden weiterhin bis in die hinterletzte Bankfiliale geliefert.
  • Was immer mehr fehlt, sind dagegen kritische Zeitungen. Die letzte, die mainstreamtauglich weichgespült wurde, war der „Freitag“, der dadurch übrigens viele, viele Abonnenten und Kioskkäufer verloren hat – so viele, daß er auch an der IVW-Erhebung schon lange nicht mehr teilnimmt. Wer sich für kritische aktuelle Texte interessiert, liest heute Blogs.
  • Und das politische Sachbuch boomt, es ist wahr (Foer, Schirrmacher, Sloterdijk, Leggewie/Welzer, Ziegler, Judt, Hessel…).

Posting, Mailingliste InetBib, 15. Februar 2011.