Abschied von Japan

Abschied von Japan, wie es uns bisher gezeichnet worden ist. In den „Medien“. Aber auch ein persönlicher Abschied des Tokioter Korrespondenten der FAZ, der heute erschienen ist. Ein ausgesprochen bewegender Text, den ich zur Lektüre empfehle. Die apokalyptischen Zustände in Japan berühren die elementaren Fragen: Wohin gehöre ich? Flüchten oder standhalten? Wie weit soll Individualität gehen? Und in alledem funktioniert die technisierte Welt weiter: Mobiltelefone funken, Züge fahren, Flugzeuge fliegen, Nachrichten werden erzeugt und weitergegeben. Der Bericht von Carsten Germis ist der erste von den vielen, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind, der mich wirklich angerührt hat, weil er mit sehr viel Liebe verfaßt worden ist. Letztlich ist die Liebe zu seinen Nächsten aber nicht größer gewesen als diejenige zu sich selbst, und das ist ganz sicherlich gut so im Anblick der Kernschmelze.

Ein Gedanke zu „Abschied von Japan“

  1. Ein weiterer bewegender Bericht aus Japan – danke für den Hinweis.
    Der Korrespondent reist nach Seoul, auch keine sichere Entfernung, wenn es zum GAU kommt. Ich würde auch flüchten, denn standhalten würde hier auch nichts verbessern. Und aus Prinzip muss man nicht untergehen. Und wir brauchen die Augenzeugen, um danach etwas besser zu machen, die Politiker dazu zu zwingen!

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