Google Chrome und Dooble

von schneeschmelze

Chrome 11 unter Mac OS X Snow LeopardGoogle Chrome scheint derzeit der brauchbarste Webbrowser unter Mac OS X Snow Leopard zu sein. Die Integration in das System ist geradezu ideal. Die Anwendung nimmt sehr wenig Arbeitsspeicher in Beschlag und, noch wichtiger, gibt ungenutzten Speicher auch schnell wieder frei. Bei Flashinhalten läuft der Lüfter kaum merklich lauter. Der Import der Lesezeichen und der Suchplugins aus Firefox verlief problemlos. Es gibt endlich auch einen brauchbaren RSS-Reader und eine Oberfläche für den Zugriff auf Wikipedia als Erweiterungen. Ebenso kann man Screenshots von ganzen Webseiten machen und bearbeiten. Wenn ich in Wikipedia schreibe, funktioniert endlich auch WikEd wieder, der schon ganz lange nicht mehr in Firefox für den Mac lief. In Chrome kann man darin mit den Cursortasten im Text navigieren, wie man es auf dem Mac gewohnt ist, ohne Gefahr zu laufen, den ganzen Text zu verlieren, weil in Firefox „Apfel-Cursor-links“ ein Fenster zurück führt. Auch der Downloadmanager sehr elegant, ebenso der integrierte PDF-Viewer. Und die Bildschirmdarstellung ist deutlich schärfer als in Firefox. Alles in allem ein großer Wurf, und ich bin es leid, nur aus Prinzip bei Firefox zu bleiben. Ich kann Chrome 11 unter Snow Leopard uneingeschränkt empfehlen.

Konkurrenz könnte aus Dooble erwachsen, der auf die Integration freier Inhalte und Dienste (Wikipedia, MetaGer) setzt und außerdem sehr den Datenschutz in den Vordergrund stellt. Aber bis er wirklich fit für den Alltag auf dem Mac ist, wird es noch etwas dauern.