Man muß es nur wollen

von schneeschmelze

„Steuersenkungen sind auch entgegen vieler Ansicht bezahlbar, man muss nur wollen.“

So der Wirtschaftsliberale Marc Beise in der Süddeutschen Zeitung vom 24. Juni 2011 zu den Plänen, die Steuern zu senken. Klar, daß das jetzt auf die Tagesordnung gesetzt wird, das wird noch vor der Sommerpause durchgezogen, während die Wähler in den Massenmedien mit der Fußballweltmeisterschaft von den wirklich wichtigen Dingen abgelenkt werden. Man darf gespannt sein, wie das ablaufen wird. Nächste Woche, so schreibt Beise, werde wieder einmal „der Professor aus Heidelberg“ aus dem Zylinder gezogen, um sein neues Konzept zur ultimativen Steuerreform vorzustellen:

„Es ist ein wahrhaft großes Werk: In neunjähriger Arbeit ist nicht weniger als das erste ‚Bundessteuergesetzbuch‘ entstanden, das alle deutschen Steuerarten nebst ihren insgesamt gut 30.000 Paragraphen in einem einzigen Gesetz mit nur noch 146 Artikeln zusammenfasst werden.“

Pardauz.

Erhard Eppler erzählte einmal, als er Bundesminister in der Regierung Schmidt war, wäre keiner auf die Idee gekommen, die Steuern müßten gesenkt werden, weil alle im Kabinett wußten, daß der Staat Geld brauche, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Daran hat sich ja bis heute nichts geändert. Man muß es nur wollen.