Überfordert

von schneeschmelze

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute (in der Printausgabe sogar auf Seite 1), etwa die Hälfte aller Hartz-IV-Empfänger ließen sich nicht von der Rundfunkgebührenpflicht befreien. Diese Haushalte zahlen in der Regel die Fernsehgebühr von 17,98 Euro monatlich. Würden sie von ihrem gesetzlichen Recht gebrauch machen, würde sich dies in geringeren Einnahmen der GEZ in Höhe von knapp 400 Millionen Euro niederschlagen. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider führt den Verzicht auf die Gebührenbefreiung darauf zurück, daß die Hilfebedürftigen mit dem Verfahren und den dazu auszufüllenden Formularen überfordert seien: „Viele Menschen können mit Formularen oder Anträgen überhaupt nichts anfangen, weil sie bereits mit der Denkweise in den Papieren nicht zurechtkommen.“ Honni soit qui mal y pense.