Apple ade

Während Apples Management einen Nachfolger für Steve Jobs sucht, kann man beobachten, wie Apple nach ein paar Jahren vernünftiger Marktpolitik seine Kunden wieder zu verprellen beginnt: Das heute veröffentlichte Mac OS X Lion wird ausschließlich über den Mac App Store für 24 Euro zu kaufen sein. Dabei wird eine Apple ID vorausgesetzt. Die Installation erfolgt nur auf Geräten, auf denen bereits Snow Leopard läuft. Eine Installations-DVD wird nicht mehr angeboten. Wem der 4 GB große Download zu umfangreich ist, dem bietet Apple alternativ den Kauf eines USB-Sticks über den Apple Store für 59 Euro (sic!) an.

Außerdem berichtet Heise, das kleine weiße MacBook sei ersatzlos aus dem Sortiment genommen worden. Als „Einsteigermodell“ firmiere nun das MacBook Air für 949 Euro. Wer auf die Website von Apple geht, wird bemerken, daß dort nicht nur das weiße, sondern alle MacBooks fehlen. Es gibt dort nur noch das MacBook Air und das MacBook Pro. So auch im deutschen Apple Store. End of life für das MacBook überhaupt. Na, sowas.

Die Zeit nach Steve Jobs hat begonnen. Apple wird immer mehr zu einem Anbieter für iPods, iPhones und iPads. Und die Preise der Geräte sind unmäßig gestiegen, gerade angesichts der wirklich ärgerlichen Probleme[1][2] unter dem aktuellen System Snow Leopard.

Es ist Zeit zum Wechsel auf eine andere Plattform.

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6 Kommentare zu „Apple ade“

  1. Ubuntu Unity!

    Da gibt es schon so MacOSige sachen wie Launcher/Dock und Exposé und WorkSpaces sowieso.

  2. Unity ist der neue Desktop von Ubuntu ab 11.04 und durchaus nicht unumstritten, um das mal milde auszudrücken. Zumindest ist Unity derzeit noch nicht ausgereift. Es scheint mir – zu diesem Zeitpunkt – keine gute Wahl für einen Linux-Einsteiger zu sein. Viele Nutzer (mich eingeschlossen) können sich überdies mit dem völligen Bruch mit dem traditionellen Desktop-Paradigma nicht anfreunden.

    In dieser Hinsicht ist Linux Mint vorzuziehen, welches in der Beliebtheit (lt. Distrowatch) mit Ubuntu praktisch gleichauf liegt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Mint

    Linux Mint macht optisch etwas her (ist für einen exilierten Mac-User evtl. nicht ganz unwichtig) und installiert vor allen Dingen die proprietären Codecs sowe Flash, Java etc. automatisch.

  3. Ja ich dachte jetzt, dass der Herr Fenn als ziemlich Computer-Profi da eh schon ein bisschen mitgekriegt hat; sodass ich über den Dank über die Unity-Empfehlung leicht überrascht bin 😉

    Aber mal zum Ursprungs-Thema: Also ich – und ich möchte mir definitiv persönlich kein MacOS antun – kann diese „neue-Software-ist-doof“-Abneigung gegen den Appstore z.B. ja nicht so sehr verstehen. So eine zentrale Anlaufstelle, die im Betriebssystem integriert ist, hätte es schon viel viel früher benötigt. Auch die Neuerungen mit Versionierung+Autosave bei Dateien halte ich für extrem sinnvoll.
    Klar sind die Detail-Probleme mit Drucker usw. die Sie erlebt haben, extremst ärgerlich; aber ein Unternehmen, das seine Software & sonstige Produkte zu einem Großteil mit dem Image der Sexyness verkauft, wird sich sicherlich nicht die Hälfte der Entwicklungszeit mit Hunderten von Druckern beschäftigen. Außerdem gibt es solche Probleme mit Geräten ja auch bei den anderen Betriebssystemen.

    Und ich glaube nicht, dass man bei Lion jetzt den Weggang von Steve Jobs erkennt; schließlich war der ja auch beim iPod und den iOS-Devices dabei – und einige Dinge von dort werden jetzt übertragen.

    1. Nein, ich werde auch Software nicht online kaufen. Und ich füge nur noch einen Punkt hinzu: Mac OS X wird für den Anwender immer intransparenter. Als ich vor vier Jahren auf den Mac umstieg, gab es eine umfangreiche Übersicht über die unterstützte Hardware. So war es bis Snow Leopard. Ich finde das auf apple.com derzeit nicht. Aber das mag an mir liegen.

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