Auf dem Weg

Im Nebel ruhet noch die Welt, während wir mit keinesfalls ausreichenden Mengen Kaffees versehen in die blaugraurötliche Morgendämmerung hineinrasen. Lehne zurück. Hélène Grimaud spielt – und, so das Begleitheft, „dirigiert erstmals vom Klavier aus“ – Mozart. Ein langer Moment aufgeräumter Langeweile in Kanal 1. Applaus. Pauschalurlauber nach einer Reise mittlerer Art und Güte steigen zu. Danach die Fahrgastbefragung. Beruflich oder aus privatem Interesse? Servieren wir Ihnen am Platz. Aber nur in der ersten Klasse. Nicht nur unsere Häuser sind porös, auch unsere Eisenbahnzüge. Passen Sauergurken und Tomaten zusammen, Ende November? Viele Möglichkeiten gibt es nicht, letztlich sind es genaugenommen nur zwei, aber man muß sich zwischen ihnen entscheiden. Zum Abschluß Lichtermesse im Weltkulturerbe seit 1996. Und zurück. Die Motoren laufen in Ordnung. In großer Gelassenheit fliegen ein paar hundert Menschen durch die Nacht. Französischer Anruf. Englische Samstagszeitung. Nada te turbe. Kurzer Spaziergang in der Kälte. Lebkuchen und warmer Tee am späten Abend. Blitzlichter, kein Kontinuum.

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Verfahrenseinstellung im Fall zu Guttenberg

A politically-minded deal, without a doubt. But a logical consequence of the principles and the trends in German penal law and prosecution, too, given the „Anprangerungseffekt“ that goes with the media campaign around the scandal, albeit self-inflicted. Penal law is not a tool for solving the problems of the scientific community. No fine would have been high enough for what he did. We have to deal with the scourge of plagiarism ourselves. Beware, this lad is not counted out for all time. His party has offered him to return to politics, and as you mentioned, the Editor-in-chief of German weekly Die Zeit together with the mostly Catholic Herder publishers have just paved zu Guttenberg the way back to center stage. That’s a shame.

Kommentar, Ziko’s Blog, 23. November 2011.

Der große Graben

Sue Gardner und die Community haben heute nachmittag weitgehend aneinander vorbei diskutiert. Es öffnet sich ein großer Graben. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob die Wikimedia Foundation und die deutschsprachige Community den langen Weg, der nun noch vor ihnen läge, tatsächlich gemeinsam gehen werden. Wenn, dann weil sich Wikipedianer lieber ins gemachte Nest der Foundation setzen, als etwas Eigenes aufzuziehen und alledem den Rücken zu kehren. Es ist viel Geld im Spiel, und der große Tanker Wikimedia wird deshalb einen sehr langen Bremsweg haben. Aber er ist, wie jedes andere Community-Projekt auch, in seinem Bestand grundsätzlich abhängig von der Teilnahme vieler, die sich jederzeit anderweitig orientieren können.