Wegen Erfolgs geschlossen

von schneeschmelze

Der Spiegel schreibt heute, die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Marina Weisband habe gesagt: „Unser Ziel ist, uns selbst überflüssig zu machen. … Eine Utopie ist, dass die anderen Parteien sich ganz doll an den Kopf fassen, Angst vor den Piraten kriegen und anfangen, unsere Ideen zu klauen. Das würde mich freuen … Wenn die anderen unsere Ideen stehlen, könnten wir uns guten Gewissens auflösen.“ – Man stelle sich vor, die Grünen wären so verfahren und hätten sich aufgelöst, als die anderen Parteien ihre Ideen übernommen hatten. Als es auf einmal CDU-Umweltminister gab, die zwar nicht ganz so grün waren – aber schließlich gab es dann ja auch einen grünen Außenminister, der nicht mehr ganz so grün war. Was hätte uns erspart bleiben können, wenn die Grünen rechtzeitig die Reißleine gezogen und die Partei wegen Erfolgs aufgelöst hätten. Wegen Erfolgs geschlossen. Überlaßt den „etablierten Parteien“ den Postenschacher und alles, was dazugehört, „der Staat als Beute“, und beschränkt Euch auf konkrete Projekte? Wäre das ein Ansatz, in dem politisch Neues entstehen könnte?