Kein Jahresrückblick

Trotz allem: Vieles sortiert sich neu, einiges Alte bleibt zurück, Neues kommt in den Blick, wenn auch beides sehr, sehr zögerlich. Jahresrückblicke finde ich derzeit eher ärgerlich, Ausblicke auf die nächsten Schritte wären passender. Was löst sich ab? Was ist heute? Und was steht bevor?

Advertisements

2 Kommentare zu „Kein Jahresrückblick“

  1. Auch in meinem Leben verändern sich die Dinge gerade stärker. Das Bild des Knotens, der sich erst festziehen muss bevor er unter Einwirkung noch größerer Kräfte aufspringt, kommt dem nahe. Wobei ich diese größeren Kräfte allerdings nicht bewusst einsetze. Sie bauen sich stattdessen in Form eines Leidensdruckes über Zeiträume hinweg auf und werden dem Knoten irgendwann zu viel. Er geht auf. Altes fliegt auseinander, wird unwichtig, zerspringt in tausend kleinste Einzelsteile, die als solches nicht mehr sichtbar sind oder anderweitig wirken. Ob das Neue auch tatsächlich besser ist, muss sich erst zeigen, aber zunächst fühlt es sich gut an. Zumindest empfinde ich das so. Es entsteht auch eine neue Kraft und eine Art von Optimismus, neue Weg zu beschreiten. Das fühlt sich gut an und richtig. Wie gesagt: man muss nach einer Zeit objektiv prüfen, ob da wirklich Bleibendes entsteht oder nicht. Allerdings, wenn ich mein bisheriges Leben anschaue, dann waren die neu entstandenen Inhalte oder Richtungen oft tragend. Auch dieser Gedanke lässt mich optimistischer sein als zuletzt noch.

    Ich wünsche Dir, dass es Dir damit ähnlich positiv (er)geht.

    1. Danke sehr, daß ist lieb von Dir, und auch ich wünsche Dir, daß das Bild vom Knoten, der sich unter zunehmendem Zug am Ende auflöst, sich für Dich als zutreffend erweisen wird. An einen guten Ausgang muß man einfach glauben.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.