AfE-Staub

von schneeschmelze

Wenn von der Sprengung des AfE-Turms in Bockenheim die Rede ist, wird eines verschwiegen: Der grobe hellgraue Staub, der sich über das ganze Viertel gelegt hat und der aufgewirbelt wird, wenn Wind geht. Bäume und Sträucher rund um den ehemaligen Standort des Turms waren von dem Dreck bedeckt, als ich mir die Baustelle über eine Woche nach der Sprengung ansah. Es ist ein besonders hartnäckiger Schmutz, der auch durch Regenfälle nicht abgewaschen wird, der auch mit dem Wind, der hier zwischen Messe und Senckenberg-Museum dauernd weht, nicht davonfliegt. Der Staub bleibt, auch wenn das Hochhaus gehen muß. Er ist nicht einfach abzuwaschen, er klebt fest und entschleunigt das Verschwinden des großen Hauses, das hier jahrzehntelang gestanden hat und in dem ich auch mal zwei Semester lang während meines BWL-Studiums Tutorien besucht hatte. Auch eine Woche danach ist der Schutthügel immer noch so hoch, daß es ganz sicherlich noch eine ganze Weile dauert, bis er ganz abgetragen sein wird.

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