Das Book-Book beruhigt

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Lesen am Bildschirm und dem Lesen auf Papier: Wenn ich ein richtiges Buch lese, bin ich ruhiger als wenn ich einen Text auf dem Bildschirm lese. Das ständige Scrollen, Klicken, Nebenannachdermailschauen ist Ablenkung und nimmt mir die Konzentration für den Inhalt, führt mich vom Text weg, statt zu ihm hin. Ist auch Belastung und verhindert das Zurücklehnen und Nachdenken über das Gelesene zu einem guten Teil. Das E-Book regt auf, das Book-Book beruhigt. Es ist gar nicht verkehrt, sich einmal etwas auszudrucken.

3 Kommentare zu „Das Book-Book beruhigt“

  1. Ein Ausweg bietet sich hier evtl. in Form von elektronischen Lesegeräten (Neudeutsch: E-Book-Reader) an. Ich habe mir vor einigen Monaten, nach langem Zögern, einen Kindle Fire von Amazon zugelegt. Das Teil hat (notgedrungen) natürlich auch Internet-Zugang und einen eingebauten Browser, das Surfen damit empfinde ich aber als so unkomfortabel, dass sich das Ablenkungspotential in Grenzen hält. Mit dem Gerät lese ich mittlerweile recht gerne, auch über längere Zeiträume. Noch besser sind wohl reine E-Book-Reader ohne Tablet-Rechner-Funktionalität, so etwas werde ich mir dann vermutlich als nächstes zulegen.

    Es ist wirklich erstaunlich, wie sich dadurch die Konsumgewohnheiten ändern: Den gewünschten Schmöker meines Lieblings-Krimi-Autors (Michael Connelly) eben erst entdeckt, bestellt und schon Sekunden später lege ich mit der Lektüre los (Kreditkarte mit 1,99 EUR belastet). Ich fürchte, ich habe meine Seele an Jeff Bezos verkauft 😉

    1. Mir gefällt das Verkaufsmodell nicht wirklich. Solche Verkaufsplattformen sind nicht meine Welt, ich verwende aussschließlich freie Formate und setze auch bei den Anwendungen nur auf freie Software, um sehr langfristig flexibel zu bleiben. Ich glaube auch nicht, daß sich das physiologisch etwas gibt. Es spricht mich einfach nicht an, in keiner Weise.

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