Am Abend fahren wir unterirdisch ohne Überraschungen durchs Gebirge

von schneeschmelze

Aus dem Sonnenschein fahren wir ins Dunkel, erst überirdisch, dann unterirdisch, dann durchs Gebirge, das nicht so hohe, in den Nebel hinein, über allen Wipfeln, wo Ruhe sei. Alles elektrisch. Handys klingeln, Gepäckstücke werden durch den viel zu engen Raum getragen, stehen herum, Gespräche überall, Kinder rennen im Übermut durch den Wagen. Touristen steigen am Flughafen aus. Weiter zu kafkaesken Welten. Zehn Gleise, aber wo ist das zehnte? Am Ende ist alles genau da, wo es die Pläne schon vorher verzeichnet hatten. Alles wie erwartet. Beruhigend und trivial zugleich. Zum Abend wird es dunkel. Keine Überraschungen. Nirgends.