Archiv der Kategorie: Notiz

Aaron Swartz (1986–2013)

Aaron Swartz wäre heute 33 Jahre alt geworden. Der Dokumentarfilm The internet’s own boy erzählt seine Geschichte.

Greta Grotesk

Eine Schriftart ist nach Greta Thunberg benannt worden, die Greta Grotesk von Tal Shab, herunterzuladen aus Google Drive.

Der Name der Schrift ist nicht satirisch zu verstehen, sondern ein Hinweis darauf, dass es sich um eine Grotesk-Schrift handelt, also um eine Schriftart mit gleicher Strichstärke ohne Serifen. Sie ist an das Schriftbild angelehnt, das man von Greta Thunbergs handbeschrifteten Transparenten und Plakaten kennt. Genaugenommen ist es also ein Handschriften-Font. Leider hat die Schriftart – zumindest in der derzeitigen Fassung – keine Umlaute, deshalb kann man damit den Slogan SKOLSTREJK FÖR KLIMATET nicht korrekt setzen… via t3n.

Halbmonatliche Bibliographie von Zeitschriftenaufsätzen

Mehr Bekanntheit verdient ein Service der Bibliothek der Deutschen Bundesbank. Alle 14 Tage veröffentlicht man dort eine Bibliographie von Zeitschriftenaufsätzen, in der man einen Überblick vorwiegend über das wirtschaftswissenschaftliche Schrifttum zu volks- und finanzwirtschaftlichen Themen bekommt. Ausgewertet werden aber auch rechtswissenschaftliche und sozialpolitische Zeitschriften. Jede Ausgabe schließt mit dem Punkt „8.3 Digitalisierung“. Die Halbmonatliche Bibliographie gibt es seit 1972, die Online-Ausgabe seit 2005. Am 15. März 2019 erschien die Ausgebe Nr. 1100. Auf der Website der Bundesbank sind derzeit alle Ausgaben zurück bis Anfang 2016 frei abrufbar. Ältere Hefte werden in Bibliotheken gesammelt.

„Moderne am Main 1919–1933“ im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main

In der Ausstellung „Moderne am Main 1919–1933“, die vergangene Woche im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main zum Baushausjahr eröffnet worden ist, ist auch viel Neue Typografie und Vorarbeiten bzw. künstlerisches Umfeld zu sehen – wer also Gelegenheit hat, nach Frankfurt zu kommen, möge sich die Schau nicht entgehen lassen. Der kleinformatige, aber dicke Katalog ist auch schön gemacht und mit informativen Texten versehen. Leider muss man viel Wissen mitbringen, um die Zusammenhänge zwischen den Ausstellungsstücken und dem Hintergrund herzustellen, in der Ausstellung gibt es nur kurze Wandtexte, und der Katalog liegt leider auch nicht aus – ich habe das beim Gehen angeprangert, und das Museum verspricht Besserung. Wir haben etwas gewikipediat, um unsere Lücken zu füllen, und das ging gut.

Moderne am Main 1919–1933. Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main. Kuratiert von Grit Weber, Annika Sellmann, Klaus Klemp und Matthias Wagner K. Bis 14. April 2019. Katalog: 29 Euro.

Yahoo Messenger, 1998–2018

Nach 20 Jahren schließt Yahoo seinen Instant-Messaging-Dienst.

In der Diskussion dazu beschreibt ein Teilnehmer am Heise Forum die Entwicklung:

Als Urgestein würde ich IRC bezeichnen und das lebt immer noch, auch wenn es nicht mehr sehr verbreitet ist.

Sterben tun nicht die Standards, sondern proprietäre Dienst unter Kontrolle einer einzelnen Firma werden abgeschaltet, wenn sie keine Gewinne mehr einfahren. Ein offener Standard ohne zentrale Verwaltung kann nicht abgeschaltet werden. Es können höchstens die Nutzer ausbleiben.

Er empfiehlt Matrix zum Chatten; kann aber noch mehr.